Breitbandausbau in Röthenbach

Weg zur Daten-Autobahn ist frei

Freuten sich, dass der Breitbandausbau jetzt losgeht: Vertreter der Stadt, des Stadtrats und der beteiligten Firmen beim Spatenstich an der Fischbachstraße, darunter Johannes Bisping von „bisping&bisping“ (3. v. rechts), Bürgermeister Hacker (4. v. rechts) und Wirtschaftsförderer Bastian Streitberger (5. v. rechts). | Foto: Buchner-Freiberger2021/04/breitbandausbau-spatenstich-roth.jpg

Röthenbach. Lange hat es gedauert, jetzt ist mit dem offiziellen Spatenstich der Startschuss für den Breitbandausbau in Röthenbach gefallen. Vor allem für die Schulen und die Stadtverwaltung bedeutet das: endlich schnelleres Internet.

„Wir waren mit den Förderanträgen ganz fix, trotzdem hat sich das Verfahren gezogen“, bilanzierte Bürgermeister Hacker beim Vor-Ort-Termin. Gründe dafür gab es gleich mehrere: Zum einen mussten mehrere Partner ins Boot geholt werden, weil nicht nur die städtischen Schulen vom Breitbandnetz profitieren sollen, sondern mit Realschule und Gymnasium auch die zwei Landkreis-Einrichtungen. Das führte zu einem längeren Förderverfahren wegen der verschiedenen Sachaufwandsträger. Außerdem musste man die Bauarbeiten im neuen Baugebiet Steinberg II abwarten. Hier wurde eine Glasfaserstrecke vorbereitet, um nach Abschluss der Arbeiten nicht erneut aufgraben zu müssen. Und dann gab es noch coronabedingte Verzögerungen bei den Genehmigungen.

Doch jetzt steht der Verlegung der rund vier Kilometer langen Glasfaserstrecke, die in zwei bis drei Monaten abgeschlossen sein soll, nichts mehr im Weg. Dann verfügt Röthenbach über ein Hochgeschwindigkeitsnetz mit Bandbreiten von 50 bis 1000  Mbit/s. Durchgeführt wird der Ausbau vom Laufer Unternehmen „bisping&bis­ping“, das für die Stadt Röthenbach schon viele Jahre als Dienstleister für das Behördennetzwerk zuständig ist. Jetzt erfolgt quasi der nächste Schritt, indem die Kommune auch an das Bis­ping-eigene Breitbandnetz angeschlossen wird. Dazu wird das Kabel, das entlang der A9 verläuft, „angezapft“ und so eine Anbindung für Röthenbach geschaffen.

Zunächst werden die örtlichen Schulen, das Rathaus, der Bauhof, das Bauamt sowie die Feuerwehr „angehängt“. Dafür kommt es in den nächsten Wochen zu Bauarbeiten im Bereich Renzenhofer Straße und Forstersbergschule. Unabhängig von diesen geförderten Maßnahmen baut „bisping&bisping“ auch das Gewerbegebiet Mühllach sowie die zukünftigen Gewerbeflächen an der Fischbachstraße eigenwirtschaftlich aus. Für Firmen, die sich dort ansiedeln wollen, ein unbedingter Standortfaktor, so Bürgermeister Hacker.

Der Anschluss der Schulen und der städtischen Einrichtungen kostet rund 550 000 Euro, nach Abzug der Förderung bleibt bei der Stadt ein Eigenanteil von etwa 220 000 Euro. Allerdings beteiligen sich daran wiederum Landkreis und Schulverband.

Gymnasium und Realschule profitieren

Vor allem in den beiden staatlichen Schulen dürfte man aufatmen. Hier wartete man zuletzt aufgrund des coronabedingten Homeschoolings und der damit verbundenen Datenprobleme dringend auf schnelleres Internet. Dieses Warten soll nun spätestens zum kommenden Schuljahr ein Ende haben.

Neben Bürgermeister Hacker und Wirtschaftsförderer Bastian Streitberger freute sich auch Johannes Bisping, Chef von „bisping&bisping“, über den Spatenstich und die Kooperation. „Wir mussten etwas Geduld haben, weil viele Interessen zu bündeln waren. Aber jetzt haben wir einen gemeinsamen Weg gefunden.“

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