Laufer Feuerwehr löscht selbstgebautes Dach

Waldbrand knapp verhindert

Sorgfältig geschichtete Holzstämme zwischen drei Bäumen waren wohl der Dachstuhl der Grube. | Foto: Andrea Beck2020/04/Brand-Reichswald-Osterreicherviertel-150420-Beck-scaled.jpg

LAUF — Keine Minute zu spät entdeckte ein Laufer Polizist am Mittwochabend den Rauch, der am Ende der Schrebergartensiedlung im Laufer Österreicherviertel aus dem Reichswald aufstieg. Im Wald hinter der Siedlung, etwa 50 Meter abseits vom Weg Richtung Röthenbach, hatte eine selbstgebaute Behausung aus Holz Feuer gefangen. Die Flammen drohten auf umliegende Bäume und den Waldboden, voll mit trockenem Laub und Zweigen, überzugreifen.

Weil der Polizist, der den Brand zufällig auf seinem Heimweg gegen 17.30 Uhr bemerkte, schnell handelte, verhinderte er wohl einen Waldbrand. Nach einem trockenen März und fünf Tropfen Regen im April herrscht aktuell Warnstufe Drei von Fünf. Der junge Mann alarmierte die Feuerwehr und begann, Sand auf die Flammen zu schütten. Auch eine Frau, die das Feuer von ihrem Schrebergarten aus bemerkte, alarmierte die Einsatzkräfte.

Unterkunft aus Baumstämmen

Als die Feuerwehr Lauf eintraf, musste sie statt Bäumen und Waldboden nur noch glühendes Holz löschen. Die Männer trafen auf ein professionell gebautes Konstrukt aus Holzbalken, die eine tiefe Grube überdeckten, in der unter anderem ein Camping-Stuhl vor sich hin kokelte. Um die Grube war ein Dreieck aus gleich großen Holzstämmen zwischen Bäumen befestigt, auf dem Äste und Laub lagen, bevor sie den Flammen zum Opfer fielen.


Die Polizei Lauf vermutet, dass es sich bei dem Bau um den Schlafplatz eines Obdachlosen handelt. Der Nutzer der selbst gebauten Laubhütte war allerdings nicht vor Ort.

Die Einsatzkräfte löschten die Holzbalken und die umliegenden Bäume, bis die Wärmebildkamera Entwarnung gab. Die Ursache des Feuers ist unklar. Angesichts der Waldbrandgefahr warnen Polizei und Feuerwehr vor Aktionen wie Grillen im Wald und bitten um Vorsicht.

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