Warmes Wetter könnte dem Wald gefährlich werden

Forstamt warnt vor Waldbränden

Dunkle Rauchwolken am blauen Himmel: Das Foto zeigt einen Waldbrand – vor der Gefahr warnt jetzt das Forstamt2014/03/5_2_1_2_20140321_BRAND.jpg

HERSBRUCK – Auch wenn man das Thema Waldbrände eher mit trockenen Sommern verbindet, ist es gerade das Frühjahr, in dem gehäuft Waldbrände auftreten.

Ursache hierfür ist die noch vorhandene abgetrocknete Vegetation und Nadel/ Laubstreu aus dem Vorjahr. Hinzu kommen die aktuelle Trockenphase und Temperaturen von bis zu 20 Grad. Die sehr geringen Niederschläge vom vergangenen Wochenende haben an der aktuellen Gefahrensituation kaum etwas verändert. Die für diese Woche angekündigten milden bis frühsommerlichen Temperaturen lassen die Waldbrandgefahr wieder auf die zweithöchste der fünf Stufen ansteigen. Für die Forstwirtschaft jetzt so wichtige lang anhaltende Niederschläge, die auch zu einer Entschärfung der Waldbrandsituation führen würden, sind nicht in Sicht. Ein Funke kann daher genügen, um eine Katastrophe auszulösen.

Harald Gebhardt, Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung; Landwirtschaft und Forsten Roth, bittet deshalb um besondere Vorsicht. Sonnenschein und milde Temperaturen laden natürlich zu Aktivitäten im Freien ein. Die für eine Rast besonders einladenden sonnigen Waldränder sind derzeit derartig ausgetrocknet, dass eine weggeworfene Zigarettenkippe genügt, um den vorhandenen Grasfilz wie Zunder zu entflammen. Auch beim Abstellen eines Pkw mit heißem Katalysator ist auf den Untergrund besonders zu achten.

Das Eröffnen der Grillsaison in der freien Natur ist zwar besonders reizvoll, sollte aber ausschließlich auf dafür vorgesehen und dafür ausgewiesenen Grillplätzen stattfinden.

Auch bei der Waldarbeit gilt es jetzt Vorsicht walten zu lassen. Gerade um diese Jahreszeit ist es üblich, die Holzernte und Pflegesaison mit Aufräumarbeiten im Wald abzuschließen und dabei vorhandenes Reisig zu verbrennen. Dies sollte derzeit unbedingt unterbleiben. Auch die Bekämpfung der Fichtenborkenkäfer, Buchdrucker und Kupferstecher muss derzeit durch Abtransportieren des befallenen Materials erfolgen. Ein Abstand von mindestens 500 Metern muss dabei eingehalten werden. Das. Häckseln von befallenem Holz und Ästen vor Ort und die Verwendung als Hackschnitzel stellt eine sehr gute Alternative dar. Heute ist übrigens des Tag des Waldes. Der Wald ist eines der wertvollsten Ökosysteme der Erde. Er ist nicht nur unverzichtbarer Sauerstoffproduzent, sondern hat auch wichtige Klima-, Schutz- und Erholungsfunktionen. In Bayern gab es Ende 2012 24.732 Quadratkilometer Wald – das entspricht gut 35 Prozent der Gesamtfläche des Freistaats. Knapp sechs Zehntel der Waldfläche sind Privatwald, der sich auf mehrere 100.000 Eigentümer verteilt.


Regional betrachtet liegen rund 10 % der Waldfläche Bayerns in Mittelfranken (2461 Quadratmeter). Überdurchschnittlich ist der Waldanteil mit knapp 40 % in Unterfranken.

In Deutschland sind drei Zehntel der Bodenfläche Wald. Hiervon stellt Bayern mit etwa 23 Prozent fast ein Viertel.

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