Wie geht es weiter mit dem Flugtag?

Joachim Herrmann, der bayerische Innenminister, hat sich am Sonntagabend vor Ort ein Bild von der Lage verschafft. Er war auch bei der Pressekonferenz im Hangar anwesend2010/09/pk_lillinghof.jpg

LILLINGHOF — Innenminister Joachim Herrmann, der sich noch am Sonntagabend vor Ort ein Bild von der Lage in Lillinghof verschafft hat, sieht nach dem Unglück "keinen Anlass" für ein generelles Verbot von Flugvorführungen in Bayern. Beim Segelflugclub allerdings herrscht Ratlosigkeit: Wie soll es jetzt mit dem Flugtag weitergehen?

Ein Unglück wie das in Lillinghof könne "auch bei ganz normalem Flugbetrieb passieren", so der Innenminister am Abend bei einer eilig anberaumten Pressekonferenz im Hangar des Flugplatzes. Herrmann, der aus Erlangen angereist war, bedankte sich für das Engagement der Rettungskräfte. Die Opfer seien "optimal versorgt" worden, so der CSU-Politiker.

Ob der Flugtag wieder veranstaltet wird, ließen Vertreter des Laufer Segelflugclubs offen. Das müssten die Vereinsgremien demnächst erörtern, sagte Thomas Horz, der frühere langjährige Vorsitzende. Er betonte, dass das Genehmigungsverfahren für solche Veranstaltungen sehr streng sei. Zudem habe der 68-jährige Pilot einen "ganz normalen Standardstart" durchgeführt, "und kein besonderes Kunststück".

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