Ein ganz normaler Jahrgang

An der Röthenbacher Realschule haben 95 Absolventen ihre Mittlere Reife geschafft. Die Zeugnisübergabe fand in der Turnhalle statt, anschließend feierten Schüler und Eltern in der Aula. Foto: Sichelstiel2010/07/realschule_röth_abschluss.jpg

RÖTHENBACH — 95 Schüler sind es, die an der Realschule in Röthenbach ihr Abschlusszeugnis erhalten haben. Der allererste Jahrgang, der auch im neuen Schulhaus „eingeschult“ wurde. Gemeinsam mit ihren Eltern feierten die Jugendlichen in der Turnhalle den Start in einen neuen Lebensabschnitt.

Mit einem ganz normalen Jahrgang habe man es zu tun, betonte Peter Müller – der Rektor der Realschule – vor der Abschlussfeier. Er klang dabei einigermaßen zufrieden, auch wenn er diesmal nicht mit dem „100-Prozent-Schild“ aufwarten konnte. Vier der in Röthenbach zu den Prüfungen angetretenen Schüler haben nämlich ihre Mittlere Reife nicht geschafft.

„Man braucht ja schließlich noch Steigerungsmöglichkeiten“, so kommentierte das der Rektor, der den Schülern in seiner Rede vor allem viel Eigeninitiative ans Herz legte. „Heute wird einem nichts mehr in den Schoß gelegt“, so Müller. Den Schlüssel zum Leben gebe man den Jugendlichen aber mit der Bildung auf den Weg.

„Mit Sorge“ blickt Müller allerdings auf die Entwicklung der Schullandschaft auch im Landkreis. Die Politik müsse Lösungen finden, wie mit den sinkenden Kinderzahlen umgegangen werden könne, forderte er. Und: Sie müsse dafür sorgen, dass die Röthenbacher Realschule drei Jahre nach ihrer Gründung die gleiche finanzielle Austattung bekomme wie alle anderen Landkreis-Schulen. Joachim Dobbert, als einer der Stellvertreter des Landrats zu der Feier gekommen, versprach, sich darum zu kümmern.

Weit weniger kritisch die Rede der Schüler-Vertreter : Sie bedankten sich einfach nur bei „allen Mamas und Papas“, bei den Lehrern und der Schulleitung. „Es ist verdammt lang her, dass wir zum ersten Mal die Schule betreten haben – und fünf Jahre später endet für uns mit dem Abschluss der Realschule ein wichtiger Lebensabschnitt“, betonten Kevin Köhler, Christina Fiedler und Sabrina Haas glücklich.

Insgesamt vier Schülerinnen wurden für ihre guten Gesamtleistungen ausgezeichnet. Überhaupt haben die Frauen deutlich besser abgeschnitten haben als ihre männlichen Mitstreiter. Melanie Steuber erreichte eine Durchschnittsnote von 1,45 und ist damit die Jahrgangsbeste. Nur neun Hundertstel schlechter: Jana Zilcher, Nicole Anderie und Lisa Konetzka.

Umrahmt wurde die Abschlussfeier von Auftritten der Schulband, der Band der Klasse 10d und von Janina Tritschler. Zum Abschluss sangen dann auch noch vier Lehrer „ihren“ Schülern ein Ständchen: „All for Love“ – im Original von Bryan Adams, Sting und Rod Stewart – wurde vom Publikum in der Turnhalle frenetisch bejubelt.

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