Laufer Beamte lösten Party in Bullach auf

Polizei spricht von „ruhiger Silvesternacht“

Auch über Schnaittach stiegen im Laufe der Nacht rund zwei Dutzend Raketen in den Himmel, wie Beobachter schätzen. Aber hier wie in allen anderen Orten des Nürnberger Lands war es eine extrem ruhige Silvesternacht. | Foto: Udo Schuster2021/01/schnaittach-raketen-2020.jpg

LAUF – Auch wenn trotz Böllerverbot in allen Städten und Gemeinden im PZ-Verbreitungsgebiet in der Silvesternacht einzelne Raketen in den klaren Nachthimmel stiegen und Kanonenschläge immer wieder durch die Stille hallten – die Polizei Lauf spricht von einer sehr ruhigen Silvesternacht. Und lobt die Bevölkerung, die sich zum allergrößten Teil an die Auflagen und Verbote gehalten habe. Gleiches galt auch für den Landkreis Erlangen.

Entsprechend wenige Anzeigen mussten die Streifen in der Nacht erstatten und entsprechend wenige, nämlich gar keine,  Menschen wurden verletzt oder mussten gar ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Sorge vor der Belastung der Notaufnahmen war ja der Grund, so Landrat Armin Kroder, warum das Böllerverbot auch für das Nürnberger Land erlassen wurde.

In der Stadt Lauf jedenfalls bot sich kurz vor dem Jahreswechsel ein fast gespenstisches Bild. Kein einziges Fahrzeug war unterwegs, keine Menschenseele weit und breit. Allenfalls von Balkonen oder auf Terrassen standen Menschen und prosteten sich zu oder riefen den Nachbarn über den Gartenzaun „ein gutes neues Jahr“ zu. Und weil die wenigen Böller die Stille kaum störten, waren die Kirchenglocken an Mitternacht auch von entfernten Orten zu hören.


Zahlreiche Beschwerden gingen ein

Ganz ohne Arbeit ging es für die Laufer Polizei aber doch nicht aus. Vor allem um Mitternacht zählte die Inspektion Anrufe aufgebrachter Bürger, die sich über Böller beschwerten. In keinem einzigen Fall konnte die Polizei die „Übeltäter“ antreffen oder anzeigen. 

Anders bei der Ausgangsbeschränkung: Hier stach ein  Fall in Bullach heraus. Anwohner hatten von einer Party berichtet, und tatsächlich trafen die Streifen gegen 0.30 Uhr vor Ort sieben Personen aus sechs Haushalten an, die gemeinsam feierten. Die Party wurde aufgelöst, alle Teilnehmer erwartet ein Bußgeld. Mit einem solchen muss auch ein Mann in Lauf rechnen, der um drei Uhr unterwegs war, um Geld aus dem Automaten einer Bank abzuheben.

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