Brief der Bürgermeister

Elektrifizierung: Schreiben an Scheuer

Noch fahren dieselbetriebene Neigezüge – hier vorm Tunnel „Roter Fels“ zwischen Rupprechtstegen und Lungsdorf. | Foto: S. Fuchs2021/04/Strecke-am-Rote-Fels-scaled.jpg

HERSBRUCKER SCHWEIZ – Für die Bahnstrecke Nürnberg – Marktredwitz – Schirnding sind die Vorplanungen abgeschlossen, wie die Deutsche Bahn AG in einer Presseerklärung Ende März mitteilte. Um die „existenziell wichtige Bedeutung der Franken-Sachsen-Magistrale für die gesamte Region“ zu unterstreichen, wandten sich vor kurzem Landrat Armin Kroder sowie alle Bürgermeister der an der Strecke liegenden Kommunen gemeinsam in einem Schreiben persönlich an Bundesminister Andreas Scheuer.

Darin weisen die Kommunalpolitiker zunächst nochmals darauf hin, dass diese Magistrale als integraler Bestandteil der Transeuropäischen Netze ein Beitrag zur Entwicklung des Binnenmarktes und zur Verbesserung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts der EU sei. Bereits im Jahre 1995 habe sich „die Bundesrepublik Deutschland in einem bilateralen Vertrag mit Tschechien dazu verpflichtet, die Strecke Nürnberg-Marktredwitz-Eger zu elektrifizieren“.

Zeitnah fürs Klima

„Wir, die Unterzeichner, setzen uns nachdrücklich dafür ein“, heißt es weiter, „dass die Strecke möglichst zeitnah ausgebaut und elektrifiziert wird, sodass darauf insbesondere Fernverkehrsverbindungen laufen können und das Klimaziel der DB zur CO2-Reduzierung entsprechend einfacher erreicht werden kann.“ Ebenso halten die Verfasser „Direktverbindungen von Nürnberg nach Südwestsachsen und Dresden für den gesamten nordostbayerischen Raum und die angrenzenden Regionen für dringend erforderlich“.


Und direkt wenden sie sich an Andreas Scheuer im letzten Absatz: „Wir setzen uns daher nachdrücklich für die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale ein. Wir würden uns freuen, wenn Sie, sehr geehrter Herr Bundesminister Scheuer, sich unserem Anliegen anschließen und entsprechende Planungs- und Ausführungsmaßnahmen – die Leistungsphasen drei und vier – noch in diesem Frühjahr definitiv auf den Weg bringen würden.“

Masse an Namen

Neben Landrat Armin Kroder unterzeichneten 14 Bürgermeister von Schwaig-Behringersdorf über Lauf, Hersbruck bis Neuhaus den Brief. Sogar die Unterschrift des Bayreuther Oberbürgermeisters findet sich auf dem Schreiben.

Das Ganze ist noch ergebnisoffen, wie ein Pressesprecher der DB in diesen Tagen mitteilt: „Wie bei Bundesprojekten üblich, erfolgt im Anschluss an die Vorplanung aber eine volkswirtschaftliche Prüfung der Planungsergebnisse durch den Bund, bevor das Projekt fortgesetzt werden kann.“ Einen konkreten Zeitpunkt könne man auf Anfrage derzeit noch nicht nennen.

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