Hinter dem Krippenweg steckt viel Arbeit

Ursula und Walter Übelhör haben die diesjährige Sonderausstellung gestaltet2010/11/11422_New_1290522663.jpg

NEUNKIRCHEN — Ein weihnachtlicher Superlativ: 50 Stationen hat der Neunkirchener Krippenweg in diesem Jahr. Am Freitag, 26. November, wird er um 18 Uhr in der evangelischen Christuskirche der Gemeinde eröffnet. Die Krippen sind dann bis zum 9. Januar jeden Tag zu besichtigen.

Seit Wochen schon laufen die Planungen, an welchen Stationen wieder Krippen aufgebaut werden. Immer wieder gibt es hier Änderungen. Ein weiteres Problem für die Organisatoren vom Heimat- und Geschichtsverein ist die Beschaffung des Stroms. Die Händler und Privatpersonen, die in ihren Häuser die Ausstellung von Krippen ermöglichen, stiften ihn oft kostenlos, in anderen Fällen müssen lange Kabel verlegt werden. Der Weg soll weihnachtlich leuchten, deshalb werden an den Krippenhäusern jeweils Christbäume aufgestellt.

Für den gesamten Weg braucht man 50 Christbäume. Sie wurden jahrelang von Erwin Bauer aus Kersbach und von Max Grellner aus dem Hirschbachtal gestiftet. Heuer stammen die Bäume – es sind ausschließlich Kiefern – von der Laufer Straßenmeisterei. Sie hat den Mitgliedern des Vereins erlaubt, die Bäume an der Faun-Kreuzung im Bereich des Fahrradwegs zu fällen, und dabei auch mitgeholfen. Am Krippenweg tun sie gute Dienste, an der Kreuzung hätten sie sowieso irgendwann weichen müssen. Dazu kommen immer noch Spenden von Gartenbesitzern, die ihre Bäume absägen oder zurückschneiden. Auch benötigen die Helfer viele Äste.

Die meisten Krippen sind in Häusern, in der Schule und den Neunkirchener Kirchen untergebracht, doch auch neun auf dem Weg in kleinen Häuschen, damit bei einem Rundgang der Abstand zwischen den einzelnen Krippen nicht zu groß ist. Sie stehen schon längst, ebenso das große Krippenhaus vor der katholischen Kirche, das drei Wechselszenen beinhaltet. Es braucht mindestens acht Personen, um die schweren Teile zusammenzubauen.

Der Heimat- und Geschichtsverein als Veranstalter bemüht sich das ganze Jahr darum, schöne Krippen auszuleihen, außerdem kauft er immer wieder selbst Krippen. Viele Menschen stellen besondere Stücke zur Verfügung, die sie geerbt, selbst gebaut oder teuer erworben haben. An den 50 Stationen, die die 14. Auflage des Weges hat, sind viele hervorragende Werke zu sehen.

Gisela Selzer aus Lauf etwa, die aus Leidenschaft klöppelt, nimmt bereits zum dritten Mal teil, doch hat sie diesmal ihr Meisterstück abgeliefert: In 300 Arbeitsstunden hat Stelzer einen Stern mit Schweif aus verschiedenfarbigem Garn geklöppelt. Wer kennt schon Krippen in Flaschen? Heinrich Hausner hat den Christkindlesmarkt in einer Flasche nachgebastelt.

Bekannt ist der Neunkirchener Weg auch wegen seiner wunderbaren Krippen-Hintergründe. Erni Popp hat wieder ein 3,75 Meter langes Monumentalwerk mit der Abbildung der evangelischen Kirche des Ortes geschaffen. Sehenswert ist die jährlich wechselnde Sonderausstellung in der Kapelle St. Magdalena, die in diesem Jahr von den Nürnberger Krippenliebhabern und -bauern Walter und Ursula Übelhör gestaltet wird.

Mit einer Spende an den Heimat- und Geschichtsverein können Außenstehende den Krippenweg unterstützen. Die Kontonummer lautet 240 200 246 (bei der Sparkasse Nürnberg, BLZ 760 501 01).

Franz Semlinger

N-Land Franz Semlinger
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