Feier der Absolventen in Lauf

Erfolgreich an der Monte-Fos

Die Absolventen des schon achten Jahrgangs an der Montessori-Fachoberschule mit ihren Lehrerinnen und mit den in angelsächsischen Ländern üblichen typischen Abschluss-Hüten. | Foto: Pausenberger2016/07/pz-121814_montefosabschluss2.jpg

LAUF (pau) — Der achte Abiturjahrgang und der zweite nun schon an der staatlich anerkannten Montessori-Fachoberschule in Lauf feierte am Wochenende seinen erfolgreichen Schulabschluss. Insgesamt 21 Schüler konnten ihre Abi-Zeugnisse in Empfang nehmen

Von dem Jahrgang fehlten an diesem Tag allerdings schon vier Absolventen, da sie schon auf Reisen und im Urlaub waren. Darunter die Jahrgangsbeste Lena Dotzler, mit einem Notenschnitt von 1,7.

Der Empfang und die Zeugnisverleihung fanden auf dem Gelände der Montessori-Grundschule statt, die Abifeier allerdings auf ausdrücklichen Wunsch der Schulabgänger in „ihrer“ Schule, der Montessori-Fachoberschule. Um 18 Uhr wurden Gäste und Ehrengäste, darunter Bürgermeister Benedikt Bisping und Landrat Armin Kroder, in der Rotunde des Musiksaals, in dem die Verleihung der Zeugnisse stattfand, von Schulleiterin Kerstin Jeger begrüßt.

Alle Redner betonten die Wichtigkeit der Montessori-Schule im Landkreis, als ein Beispiel für ein alternatives, gut funktionierendes Schulsystem. Landrat Armin Kroder bezeichnete die Monte sogar als „eine der schönsten Schulen im gesamten Landkreis“.

Bürgermeister Benedigt Bisping war ganz begeistert von der „Monte-Familie“, deren herzlichen Umgang man am ganzen Abend spüren konnte. Vermutlich liegt dies auch an den kleinen Klassen, denn der soziale Zweig bestand aus acht, der wirtschaftliche Zweig aus sieben und der Gestaltungs-Zweig aus sechs Schülern.

Die Montessori Schule lege dabei den Fokus mehr auf das menschliche Miteinander, als auf pures Auswendiglernen und Wiedergeben des Schulwissens, so Stefani Rehberg-Reidel, die Geschäftsführerin der Montessori-Vereinigung im Nürnberger Land. ,,Nicht das Wissen macht den Menschen aus, sondern den Charakter“. So können die Schüler -zumindest teilweise- ihren Stundenplan selbst gestalten, denn nachmittags gibt es zwei Stunden extra, zur Selbstbeschäftigung oder Intensivierung, je nach dem, wie die Schüler es möchten.

Die letzten zwei Jahre im Montessori Schulsystem, also in der FOS, werden zusätzlich in ,,Zweige“ unterteilt: es gibt den sozialen, wirtschaftlichen und künstlerischen Zweig. Die Abiturrüfungen wird, wie bei den traditionelleren Schulen, bayernweit vom Kultusministerium gestellt. „Am Ende der Schullaufbahn sind die kleinen Erstklässler zu team- und kritikfähigen, verantwortungsvollen und selbstbewussten jungen Persänlichkeiten geworden, die ihren Weg gehen und ihren Platz in der Gesellschaft finden werden“.

Schülersprecherin Iris Kroder blickte humorvoll auf die Jahre in der Fachoberschule zurück und beendete ihre Rede mit dem Zitat „Etwas zu beginnen erfordert Mut, etwas zu beenden, noch viel mehr“, von Anke Maggauer-Kirsche.

Die anschließende Feier wurde mit einem „Spatenstich“ begonnen. Der gesamte Jahrgang pflanzte einen Birnbaum, gekauft vom Mitglied des Elternbeirats, Michael Kahlo. Die Schüler klopften die Stützpfosten in den Boden und befestigten an einer Schnur im Baum Bilder von sich. Die Schulleiterin, die Sekretärin und Michael Kahlo banden den Baum mit Bast an die Pfähle und der Lehrerstab bewässerte schließlich symbolisch den Baum. Danach wurde unter dem Motto „No teacher no cry“ kräftig gefuttert und gefeiert.

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