Im Moment wird das neue Brückengeländer montiert

In vier Wochen ist die Pegnitzbrücke frei

Derzeit laufen die letzten Arbeiten an dem Bauwerk über die Pegnitz. Unter anderem werden gut 200 Meter Geländer montiert. Zum Einsatz kommt auch ein sogenanntes Untersichtgerät (im Bild), mit dem man die Unterseite der Brücke gut erreichen kann. | Foto: Andreas Sichelstiehl2019/10/brucke-pegnitz-gelander.jpg

RÖTHENBACH/RÜCKERSDORF — „Das Ende ist absehbar“, sagt Karl Betz vom Staatlichen Bauamt. Die Bauarbeiten an der Pegnitzbrücke zwischen Röthenbach und Rückersdorf sind bald abgeschlossen. Seit Mai ist die Verbindung zwischen den beiden Orten für den Autoverkehr gesperrt, spätestens Ende November soll damit Schluss sein. „Der genaue Termin ist aber noch nicht klar“, so Betz.

In den vergangenen Monaten ist viel geschehen: Während das Tragwerk der Brücke aus den 70er Jahren noch weitgehend in Ordnung war, mussten Fahrbahn, Brückenkappen, Gehwege und Geländer saniert werden. Insgesamt wurden gut 100 Kubikmeter Beton ausgetauscht, 200 Meter Randsteine versetzt und 24 Tonnen Stahl verarbeitet. Im Augenblick läuft die Montage des insgesamt gut 200 Meter langen Brückengeländers auf beiden Seiten des Bauwerks. 

Das Geländer verläuft nun ein Stück weiter außen als das alte und die Fahrbahn ist enger: Das sorgt für einen 3,05 Meter breiten kombinierten Rad- und Fußweg auf der von Rückersdorf aus gesehen rechten Seite der Brücke. 

Sieben Kilometer Umweg für Autofahrer

Fußgänger und Radfahrer können die Verbindung auch während der Bauzeit nutzen, Autofahrer müssen einen fast sieben Kilometer langen Umweg machen. Die offizielle Umleitung führt nach wie vor über die B 14 nach Lauf, dort über die Brücke West und am städtischen Friedhof vorbei in Richtung Röthenbach. 

Die Baukosten betragen knapp eine Million Euro. Nachdem nun aber alle beschädigten Teile ausgetauscht worden sind, geht das Staatliche Bauamt „von weiteren 30 Jahren Befahrbarkeit“ aus, so Betz. 

Schuld an den Bauwerksschäden war unter anderem Streusalz, das korrosiv wirkt und dafür sorgt, dass Wasser besser in den Asphalt eindringen kann. Und schließlich, gibt Betz zu bedenken, sei die etwa 100 Meter lange Brücke bei ihrem Bau „auf ganz andere Belastungen“ ausgelegt gewesen. Seit den 70er Jahren habe der Verkehr deutlich zugenommen.

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