Bauarbeiten in Lungsdorf

Neue Pegnitzbrücke baumelt am Stahlseil

Mit einem Autokran wurden die bis zu 28 Tonnen schweren Stahlbetonfertigteile der neuen Pegnitzbrücke bei Lungsdorf auf ihren vorgesehenen Platz gehievt. Foto: A. Tauber2015/09/neubau_bruecke_lungsdorf_01.jpg

LUNGSDORF – Ab Mitte Oktober soll die neue Pegnitzbrücke bei Lungsdorf gegenüber der Veldener Kläranlage für den Verkehr freigegeben werden. Bis dahin wird auch die marode alte Brücke mit nur 3,5 Tonnen Tragfähigkeit abgerissen. Sie kann aber während der Bauzeit weiter benutzt werden.

Nach den wochenlangen Fundamentarbeiten erfolgte mittlerweile die Lieferung der bis zu 28 Tonnen schweren Stahlbetonfertigteile, die mit einem Autokran auf ihren vorgesehenen Platz gehievt wurden. Der Neubau erfolgt in Betonbauweise auf Widerlagern als Einfeldbauwerk ohne Pfeiler mit einer lichten Weite von 21 Metern, einer Fahrbahnbreite von 4,50 Metern mit zusätzlich 50 cm breiten Schrammborden auf jeder Seite sowie einer Tragfähigkeit von15 Tonnen.

Erstellt wird die neue Brücke elfeinhalb Meter weiter flussabwärts mit einer weniger steilen Anbindung zur Staatsstraße. Rund
400 000 Euro brutto kostet das Projekt der Gemeinde Hartenstein, das mit 50 Prozent Zuschuss vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) im Rahmen der Dorf- und Flurneuordnung mitfinanziert wird.


Die Ausführung hat die Firma Backer Bau aus Nürnberg übernommen. „Nur durch Sanierung der alten Brücke wäre keine vernünftige Traglast von maximal acht Tonnen zu erreichen gewesen“, erklärt der verantwortliche Ingenieur Dr. Dietrich Renner aus Solnhofen. Im Zuge des Brückenneubaus wird der Kanueinstiegsbereich ebenfalls neu gestaltet.

Die Bootfahrer dürfen sich auf eine komfortable Einstiegsrampe freuen. Im Anschluss dahinter soll außerdem ein Wanderparkplatz mit 20 Kfz-Stellplätzen entstehen. Für dieses Vorhaben sind nochmal etwa 35 000 Euro veranschlagt, die ebenfalls bezuschusst werden.

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