Neubürger und Ehrenamtsnadeln

Neue Bürger, engagierte Bürger

Die Träger der Ehrenamtsnadel und die Laudatoren (v. links): Landrat und Bezirkstagspräsident Armin Kroder, 1. Bürgermeister Robert Ilg, Jürgen Gast, Hermann Loos, Pfarrer Georg Scharrer, Siegfried Ducke, Herbert Lippert und 2. Bürgermeister Peter Uschalt. | Foto: S. Baderschneider2019/05/Neubuergerempfang2019-7393.jpeg

HERSBRUCK – Die Zusammenlegung des Neubürgerempfangs mit der Auszeichnung der Ehrenamtlichen hat sich als glückliche Kombination erwiesen. Hersbruck zeigte sich mit zahlreichen Vereinen und Verbänden als aufgeschlossene und offene Stadt, die die neu Zugezogenen mit offenen Armen aufnimmt. Bei dieser Gelegenheit stellten sich die ehrenamtlich Tätigen nicht nur vor, sondern wurden auch geehrt.

751 neue Bürger sind im vergangenen Jahr nach Hersbruck gezogen und mehr als 120 davon sind der Einladung in die Geru-Halle gefolgt. 1. Bürgermeister Robert Ilg und 2. Bürgermeister Peter Uschalt begrüßten sie gleich am Eingang mit Handschlag. In der Halle und im Foyer herrschte bereits buntes Treiben. Die Hersbrucker Vereine und Verbände hatten Infostände aufgestellt, um über ihre Arbeit zu informieren und vielleicht gleich den einen oder die andere Neubürger/in für sich zu begeistern.

Zum Auftakt des Festaktes spielte das Querflötenensemble des Musik- und Theatervereins Hersbruck die Eurovisionsfanfare. Ilg war anzumerken, dass er stolz auf die Angebote „seiner“ Stadt ist. Er lobte die Infrastruktur, Kinderbetreuung, Jobangebote und insbesondere die Familienfreundlichkeit der Citta-slow. Er wünschte sich, dass die neu Zugezogenen hier nicht nur einfach wohnen, sondern eine Heimat finden mögen.

„Franken sind glückliche Menschen“

Landrat und Bezirkstagspräsident Armin Kroder konnte dem nur zustimmen. Er freute sich besonders, dass auch einige Kinder unter den Gästen waren. Auch er beglückwünschte die Neubürger zur Wahl ihres neuen Wohnortes: „Die Franken sind glückliche Menschen, auch wenn man es ihnen nicht direkt ansieht“, flachste er, „Sie freuen sich mehr nach innen hinein.“ Er hob besonders das beachtliche kulturelle Angebot hervor, das Hersbruck Jahr für Jahr auf die Beine stellt.

Wie man Bekanntschaften schließt und Anschluss findet, demonstrierten in Halle und Foyer der Geru-Halle die örtlichen Vereine und Verbände. Auf der Bühne zeigte der Karate-Verein KaKenko mit einer beeindruckenden Vorführung aus den Bereichen Selbstverteidigung, Tai Chi und Wettkampfsport sein Repertoire. Die Mädels von der Närrschbruckia tanzten ein witziges Medley quer durch Star Wars, (T)Raumschiff Surprise und die Neue Deutsche Welle.

Bescheidene Ehrenamtliche

Nach dieser kurzen „Werkschau“ der Ehrenamtlichen wurden die Ehrenamtsnadeln verliehen. „Gar nicht so einfach“, wie Bürgermeister Ilg betonte. Viele Ehrenamtliche möchten gar nicht so gerne im Vordergrund stehen und müssten regelrecht „ins Rampenlicht gezerrt werden“. Alle Preisträger haben jahrzehntelang durch unentgeltlichen Einsatz in ganz unterschiedlichen Bereichen wichtige gesellschaftliche Aufgaben übernommen, eine Leistung, die sowohl den Mitmenschen als auch den Ehrenamtlichen zugute kommt.

Geehrt wurden Siegfried Ducke für 33 Jahre aktive Mitarbeit in der Kolpingsfamilie; Jürgen Gast für 21 Jahre Ehrenamt beim 1. FC Hersbruck; Herbert Lippert für 27 Jahre bei der Studienreisegemeinschaft Nürnberger Land; Hermann Loos für 50 Jahre bei der Freiwilligen Feuerwehr Großviehberg sowie Pfarrer Georg Scharrer für 20 Jahre Organisation der Kooperation zwischen dem Sigmund-Faber-Heim und dem Paul-Pfinzing-Gymnasium Hersbruck.

N-Land Susanne Baderschneider
Susanne Baderschneider