Gemeinderat

Zweiter Bauabschnitt für Happurgs Ortsmitte beschlossen

So sehen die Planungen für den zweiten Bauabschnitt in Happurgs Ortsmitte aus. | Foto: Gemeinde Happurg2021/01/Happurg.jpg

HAPPURG – In einer weiteren Sitzung vor dem Jahresende beschloss der Gemeinderat Happurg den zweiten Bauabschnitt zur Neugestaltung der Ortsdurchfahrt und des Marktplatzes einstimmig.

Bürgermeister Bernd Bogner war nach der Abstimmung sichtlich erleichtert und bedankte sich beim Gemeinderat für dieses eindeutige Votum. Für ihn sei es ein Zeichen guter und vertrauensvoller Zusammenarbeit sowie ein klares Signal für die Bevölkerung, heißt es in dem Pressebericht der Verwaltung.

Per einstimmigem Beschluss soll der zweite Bauabschnitt rasch ausgeschrieben werden, damit mit dem Bau 2021 begonnen werden kann. Dies habe den Vorteil, dass höhere Zuschüsse aus dem Städtebauförderungsprogramm erzielt werden können. Außerdem wolle man nicht warten, bis die Baupreise noch weiter steigen, so Bogner.

Viele Ideengeber

Zuvor führte Bogner Gemeinderat und Zuhörer noch einmal in einer kurzen Präsentation durch das rund 3,18 Millionen Euro teure Großprojekt. Die Ortsdurchfahrt soll vom Rathaus bis zum Kreuzungspunkt vor der Metzgerei im gleichen Stil modernisiert werden wie das bereits im ersten Abschnitt erfolgt ist. Vor allem der Marktplatz soll in neuem Glanz erstrahlen. Die gesamte Planung sei das Ergebnis aus drei Workshops des Gemeinderats, einigen Besichtigungen vor Ort, dem Einbringen von Lösungsvorschlägen aus den Fraktionen und dem Zusammenspiel zwischen Gemeinderat, den beteiligten Planungsbüros „Team 4 Bauernschmitt & Wehner“ (Nürnberg), „Reeder & Raum“ (Happurg), „Seuss Ingenieure GmbH“ (Amberg) und der gemeindlichen Bautechnik, so der Bürgermeister.

Etwa 1,6 Millionen Euro der Kosten entfallen auf den Austausch der Kanalisation, rund 330 000 Euro müssten für die Erneuerung des Leitungswassernetzes, das aus den 1920er Jahren stammen dürfte, aufgebracht werden. Kanal- und Wasserbaumaßnahmen seien zu 50 Prozent durch das Wasserwirtschaftsamt förderfähig, die restlichen geschätzten Straßenbaukosten in Höhe von etwa 1,25 Millionen Euro können zu 60 Prozent aus der Städtebauförderung bezuschusst werden. Die Förderanträge und der Antrag auf vorzeitigen Baubeginn werden nun bei der Regierung Mittelfranken beziehungsweise beim Wasserwirtschaftsamt Nürnberg eingereicht.

Mast für gutes Netz

Einstimmig beschlossen wurde die Errichtung eines Mobilfunkmastes der Deutschen Telekom, etwa 400 Meter von der Ortschaft Deckersberg entfernt auf einem Gemeindegrundstück nahe des Feldwegs. Grundstückspächter und zuständig für den Bau ist die „DFMG Deutsche Funkturm GmbH“. Durch den Funkmast wird eine deutlich bessere Netzabdeckung sowohl im Happurger als auch im Engelthaler Gemeindegebiet erzielt.

Für Freude bei den Räten sorgte am Ende noch die Bekanntgabe der beachtlichen Gewerbesteuerausgleichszahlung aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie des Freistaats in Höhe von rund 448 000 Euro an die Gemeinde Happurg.

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