Zwei Veranstaltungen lockten die Besucher

Weihnachtlich gestimmtes Burgthann

Seit dem Abbruch des Gebäudes am Eingang zum Burghof ist noch mehr Platz für die Weihnachtsbuden und für die Gäste, die in diesem Jahr wieder sehr zahlreich zur Eröffnung kamen. Hier lauschen sie den Weihnachtsliedern des Gesangvereins Burgthann zur Eröffnung.2016/12/burgthann_weihnacht_3.jpg

BURGTHANN – Weihnachten kann kommen – die Großgemeinde Burgthann hat sich am Wochenende mit zwei eindrucksvollen Veranstaltungen eingestimmt: am Freitag bei der Kulturkreisveranstaltung „Burgthanner Weihnacht“ in der Sporthalle mit über 400 Besucherinnen und Besuchern und am Wochenende mit dem 26. Weihnachtsmarkt im Burghof, der an zwei Tagen über mangelnden Zuspruch nicht klagen konnte. Begeistert auch die Gäste aus den Partnergemeinden Chateauponsac (Limousin) und St. Rupprecht in der Steiermark, die nicht nur Stimmung und Flair genossen, sondern mit ihren Spezialitäten dazu beitrugen, dass der Weihnachtsmarkt auch internationales Flair hatte.

Offizielle Reden blieben an beiden Tagen wohltuend kurz, denn die persönlichen Gespräche und Begegnungen unter Freunden waren viel wichtiger. Es ging ums genießen und die Einstimmung auf Weihnachten, was auch in diesem Jahr wieder hervorragend gelang. „Das hinterlässt einen bleibenden Eindruck“, schwärmte St. Rupprechts 2. Bürgermeister Werner Reisenhofer.

Dazu bei trug sowohl das Programm als auch das Ambiente im Burghof, mit dem man sich in diesem Jahr wieder viel Mühe gegeben hatte. Am augenscheinlichsten die sichbare Veränderung im Burghof: das Wohnhaus direkt am Eingang zum Burghof ist abgebrochen. Das bedeutet Platz für weitere Hütten und Gäste.

Beides erfüllte Bürgermeister Heinz Meyer mit Freude, denn der Weihnachtsmarkt in der Burg ist dadurch noch attraktiver geworden. Dass schon zur Eröffnung soviele Besucher kamen beflügelte Christkind Annika Franek aus Mimberg.

Zum zweiten Mal meisterte die junge Dame, deren Wunsch es schon in Kindertagen war, einmal das Christkind zu sein, den von Helmut Buchner einstudierten Prolog mit Bravour.

Nachdem dies über den Köpfen der Besucher geschehen war folgte gemeinsam mit der quirrligen Engelchen-Schar das Bad in der Menge und das obligatorische Fotoshooting für eine Vielzahl von Digitalkamera- und Smartphone-Besitzer.

Der Burghof gab wieder den richtigen Rahmen für den Burgthanner Weihnachtsmarkt am Wochenende ab (oben). – Der Posaunenchor Oberferrieden sorgte sowohl bei der Kulturkreisveranstaltung als auch beim Weihnachtsmarkt für weihnachtliche Zwischentöne.
Der Burghof gab wieder den richtigen Rahmen für den Burgthanner Weihnachtsmarkt am Wochenende ab (oben). – Der Posaunenchor Oberferrieden sorgte sowohl bei der Kulturkreisveranstaltung als auch beim Weihnachtsmarkt für weihnachtliche Zwischentöne.2016/12/burgthann_weihnacht_4.jpg

Ein weiterer Höhepunkt war dann am Sonntag bei Einbruch der Dämmerung der gemeinsame Laternzug der Kinder mit dem Christkind durch das romantische Burgviertel. Als dann zum Abschluss das Christkind kleine Überraschungen an die Teilnehmer verteilte leuchteten die Kinderaugen noch mehr. Viele hatten das Glück am Vorabend auch den Nikolaus zu treffen, der ebenfalls Leckereien aus seinem Sack an die Jüngsten verteilte.

Überhaupt hatte man viel für die Kinder vorbereitet: Im Kinderkeller konnte man Märchen hören, spielen und basteln während Eltern und Großeltern im gesamten Burgbereich das reichhaltige kulinarische und handwerkliche Angebot der örtlichen Vereine, Institutionen und Gewerbetreibenden ausgiebig begutachten und genießen konnten. An den insgesamt 34 festlich geschmückten Buden blieben keine Wünsche offen.

Und für das musikalische Programm sorgten gekonnt der Gesangverein Burgthann, der Posaunenchor Oberferrieden und das Musikforum Burgthann.

Heilige Nacht als Auftakt

Einen ganz besonderen Auftakt markierte in diesem Jahr die „Burgthanner Weihnacht“, zu der am Vorabend des Weihnachtsmarktwochenendes der Kulturkreis in die Sporthalle eingeladen hatte.

 

Über 400 Gäste, darunter die Abordnungen aus den Partnergemeinden, alle Ehe- und Geburtstagsjubilare der Gemeinde des Jahres 2016, die Helferkreise aus Burgthann und Postbauer-Heng, Altbürgermeister Georg Hirsch, erlebten einen stimungsvollen Abend in dessen Mittelpunkt die „Heilige Nacht“, eine der bekanntesten bayerischen Weihnachtsgeschichten von Ludwig Thoma stand, aufgeschrieben vor nunmehr 100 Jahren.

Bernhard Hilbich und Roland Frank als eindrucksvolle Sprecher, Edith Hilbich gefühlvoll an der Zither , die Pöllinger Maierbachsänger und das Trio Collegio sorgten für ein harmonisches Zusammenwirken von Text und Musik und ließen das lebendig werden, was Ludwig Thoma so eindrucksvoll zu Papier gebracht hat:

Maria und Joseph auf ihrer verzweifelten Suche nach einer Herberge und schließlich die Geburt Christi, wie kaltherzig Menschen sein können, aber auch, wie gütig und hilfsbereit.

Der Eingangsvers: „Jetzt, Leuteln, jetzt loost‘s amal zua! Mei Gsangl is wohl a weng alt, Es is aba dennascht schö gnua. I moan, dass ‚s enk allesamm gfallt“ klang lange nach und der Schlussapplaus war langanhaltend für diese ganze besondere Einstimmung auf die Weihnachtszeit, die in Burgthann heuer eine ganz besondere Note hatte.

N-Land Lorenz Märtl
Lorenz Märtl