Bürgerversammlung in Mimberg

Dorfplatz, Spielplatz, Kläranlage

Der Spielplatz sollte vergrößert werden und einen Bauwagen für die Versorgung mit Getränken bekommen, findet eine Mimbergerin. | Foto: Gisa Spandler2019/10/Mimberg-Spielplatz.jpg

MIMBERG – Ohne große Aufreger verlief die Fragestunde bei der Bürgerversammlung im Anschluss an den Bericht des Bürgermeisters. Neben Fragen und Anregungen gab es auch einige positive Anmerkungen, die sich auch auf den Amtsvorgänger von Heinz Meyer, Altbürgermeister Georg Hirsch, bezogen.

Hermann Hirschmann lobt beispielsweise dessen Unterstützung, als die Bahn den Halt Mimberg auflösen wollte, was zum Erhalt der Station geführt hat. Meyer knüpft hier an und bekennt, dass er stolz auf die drei S-Bahnhöfe im Gemeindegebiet sei. Allerdings äußert sich ein anderer Mimberger verärgert über Mitbürger, die nicht die vorgesehenen Stellplätze für ihre Fahrzeuge an der Bahnstation nutzen, sondern die Dorfmitte: „Der Dorfplatz verkommt zum Parkplatz“, schimpft er darüber, dass der extra errichtete zweite Parkplatz leer bleibt. Zumindest sollte man dafür sorgen, dass dort keine Lkws stehen.

Kosten für die Kläranlage

„Was kostet uns die neue Kläranlage?“, will Klaus Sander endlich wissen. Der neue Geschäftsführer des Kanalisationszweckverbands Schwarzachgruppe, Horst Wagner, stellt in Aussicht, dass 2020 verlässliche Kosten feststehen könnten, und Bürgermeister Meyer ergänzt, dass man bis dahin die Ausschreibungen abgeschlossen habe und jedem Haushalt die Aufmaßblätter zur Überprüfung zukommen würden. „Dann werden Zahlen genannt“, verspricht er und erinnert daran, dass ja auch nicht sofort gezahlt werden müsse.

Ein weiterer Bürger will wissen, was es mit den angeblich geplanten 24 Reihenhäusern auf sich habe, die der AWO-Kreisverband auf seinen Flächen errichten lassen möchte. Der Bürgermeister kann ihn beruhigen. „Wie gebaut wird, legen wir in einem Bebauungsplan fest, und wenn Sie dort wohnen, werden Sie mitbeteiligt.“

Schwimmvergnügen im Kanal

Claudia Sell macht sich Gedanken um einen geplanten Einstieg für Schwimmbegeisterte in den Kanal. Eine Hilfe wie eine Leiter würde sie begrüßen, aber auf keinen Fall sollte eine überdimensionierte Vorrichtung entstehen, die die Idylle des alten Wasserweges zerstören würde.

Meyer antwortet, dass man einen Steg ins Wasser legen wollte, was aber abgelehnt wurde. Leitern an den Schleusen, wie sie sich Sell vorstellt, würden vom Wasserwirtschaftsamt nicht genehmigt. Trotzdem werde hier etwas unternommen, versichert er. Man wolle etwas vom Wasserwirtschaftsamt pachten: „Die Gemeinde wird die Fischerhütte übernehmen“, kündigt er an und sagt zu, im nächsten Sommer für einen Zugang zum Kanal zu sorgen.

Teeküche für den Spielplatz?

Eine ganze Liste mit Anregungen hat Renate Metschke auf dem Zettel. Sie hätte gern einen größeren Spielplatz und einen Bauwagen dort, an dem Kinder und auch ältere Leute mit Getränken versorgt werden könnten, damit die Aufenthaltsqualität gesteigert und „Jung und Alt“ zusammengeführt würden.

Nach kurzer Diskussion schlägt Meyer vor: „Sie kümmern sich um den Wagen, und wir schauen, wo wir ihn hinstellen.“ Zudem hätte die Mimbergerin die Bank an der Bushaltestelle gern verschoben, fordert, dass der Kreisverkehr für die Lastwagen vergrößert wird und die Verkehrsinseln von Bürgern bepflanzt werden dürften. Außerdem wünscht sie sich am Rathaus ein Hinweisschild nach Mimberg.

Über die Bank und ein Mimberg-Schild könne man reden, so der Bürgermeister, den Kreisel vergrößern aber nicht. Die Verkehrsinseln sollten auch in Zukunft von der Gemeinde gepflegt werden.

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