In den Freibädern klingelten die Kassen

Super-Sommer bescherte Freibädern Rekorde

Dem Naturbad in Weißenbrunn setzte in dieser Saison nicht nur die Hitze zu: Es kamen so viele Besucher, dass die Richtwerte fürs Wasser nicht mehr eingehalten werden konnten und das Bad für zwei Tage schließen musste2015/09/Kappes_Weissenbrunn_Naturbad_1__6__01.jpg

FEUCHT/ALTDORF – Am 20. September beenden die Freibäder in Feucht, Altdorf und Weißenbrunn die Badesaison 2015. Alle drei können auf eine Saison mit deutlich mehr Badegästen als in den Vorjahren zurückblicken. Grund: Der 2015er Sommer war ein echter Freibad-Sommer.

Der Saunagarten in Feucht bleibt bis 11. Oktober geöffnet. Vor Beendigung der Badesaison am 20. September wird im Feuchtasia in Feucht ab dem 15. September der reduzierte Badebetrieb aufgenommen. In diesem Zeitraum wird das Freibad von 11 bis 20 Uhr geöffnet sein. Der Schwimmbetrieb wird aufgrund der früher eintretenden Dunkelheit bis 18 Uhr möglich sein. Beheizt wird dann nur noch das Schwimmerbecken – die Wärmehalle steht uneingeschränkt zur Verfügung. Der Saunagarten wird den Gästen vom 21. September bis einschließlich 11. Oktober von 11 Uhr bis 20 Uhr zur Verfügung stehen.

„Das war endlich mal wieder ein schöner Sommer“, so werden viele dieses Jahr gedacht haben. Nachdem die Saison in den Monaten Mai und Juni mäßig begann, war vor allem der Juli von zum Teil tropischen Temperaturen geprägt.

Dieser schöne Sommer brachte auch dem Feuchtasia eine erfolgreiche Saison. Die Besucherzahlen sind noch nicht abschließend ausgewertet, jedoch wird das Feuchter Freibad die Grenze von 100.000 Besuchern voraussichtlich erreicht haben.

Keine schweren Unfälle

Der diesjährige Besucherrekord in Feucht wurde am 5. Juli erreicht. An diesem sehr heißen Sonntag mit über 35 Grad Celsius hatten 6.000 Erwachsene und Jugendliche das Bedürfnis sich abzukühlen – Kinder unter sechs Jahren sind hier noch nicht einmal mit eingerechnet.

„Nach der schlechten Badesaison 2014 freut es uns natürlich, auf ein erfolgreicheres Jahr zurückblicken zu können. Das Wichtigste ist jedoch, dass es keine schwerwiegenden Badeunfälle gegeben hat“, sagt Raimund Vollbrecht, Geschäftsführer der Feuchter Gemeindewerke. Nach wie vor gilt das Feuchtasia auch über die Grenzen Feuchts hinaus als eines der schönsten Bäder der Region. Das Team um Freibadleiter Adrian Fota arbeitet stetig daran, dass dies auch in Zukunft so bleibt.

Das Feuchtasia bot in diesem Jahr aber nicht nur Urlaubsfeeling. Zu Beginn der Saison zeigte der Schiffsmodellbauclub Nürnberg allen Fans von Modellbauten seine schönsten Schiffe (wir berichteten).

Darüber hinaus konnten sich die Gäste auch in diesem Jahr wieder über den Beach-Volleyball-Cup freuen und das Angebot von Schwimmkursen annehmen. Auch der im Jahr 2014 neu eröffnete Saunagarten wird zunehmend besser besucht. In dieser Saison wurden die Öffnungszeiten samstags auf 22 Uhr ausgedehnt und einmal im Monat eine lange Saunanacht bis ein Uhr angeboten. Die letzte Saunanacht in diesem Jahr findet am 2. Oktober statt. Endgültig wird das Feuchtasia dann am 11. Oktober die Pforten schließen.

50.000 Besucher in Altdorf

Das Freibad Altdorf öffnet wie in Feucht ebenfalls zum letzten Mal am Sonntag, 20. September, für alle Badebegeisterten und blickt auf eine heiße aber erfolgreiche Badesaison 2015 zurück. „Wir bedanken uns bei allen Badegästen für den Besuch im Freibad Altdorf und hoffen, dass sie während des diesjährigen fast tropischen Sommers bei uns die richtige Abkühlung genießen konnten und freuen uns auf die nächste Badesaison mit Ihnen im Freibad Altdorf“, so Hans Walter Geißler und Werner Reichelt, Geschäftsführer der Versorgungsgesellschaft Altdorf. In der abgelaufenen Saison nutzten etwa 48.500 Besucher die beliebte Freizeiteinrichtung in Altdorf. Das sind rund 13.000 mehr Besucher als im Vorjahr.

Genaue Zahlen können die Verantwortlichen im Naturbad Weißenbrunn nicht nennen. Schließlich gibt es keine Kasse, Besucher können spenden. Wie viele Menschen sich auf dem Areal aufhalten, wird nicht gezählt. „Das ist von morgens bis abends ein stetes Kommen und Gehen bei uns“, sagt Margit Dickas vom Förderverein Naturbad. Allerdings kann auch hier von einem Rekordsommer gesprochen werden.

Das Bad ist bei 800 Badegästen am Tag ausgelastet, diese Grenze wurde häufig überschritten. Die vielen Besucher und die hohe Sonneneinstrahlung machten dem Wasser zu schaffen. Zwei Tage blieben deshalb die Pforten geschlossen (wir berichteten), damit das Naturbad sich erholen konnte. Das ist gelungen. Viel Frischwasser hat dazu beigetragen. Schließlich wird dem Badeteich keinerlei Chemie zugesetzt. Kröten und Fische fühlen sich hier genauso wohl wie Schwimmer.

Boulebahn kommt gut an

Die Boulebahn, fertiggestellt im vergangenen Jahr, wird sehr gut angenommen, freut sich Dickas. Im Schatten werden die Spieler noch bis Ende September an der Bahn stehen. Das Besondere an ihrem Bad ist nicht nur das Naturbecken, sondern auch die Gäste: Menschen mit Behinderung kämen ebenso wie Kinder und Jugendliche. Das Bad ist barrierefrei zu erreichen. „Jeden Tag wurde ich darauf angesprochen, dass unser Bad so schön ist“, sagt Dickas. Viele Dankeskarten landeten in der Spendenbox und erfreuten die vielen freiwilligen Helfer.

Mehr Spenden als im vergangenen Jahr sind zusammengekommen, so viel lässt sich entlocken. Über die genaue Summe wird derzeit noch geschwiegen. Das Geld kommt komplett dem Bad zugute, schließlich verrichtet das Wachpersonal ehrenamtlich seinen Dienst. Die Vereinsmitglieder beraten derzeit, ob sie das Geld für eine Umkleidung des Pumpenhauses und für eine Renovierung des Raums für die Wasserwacht verwenden wollen.

Die Freibäder in Röthenbach/Pegnitz, Schnaittach und Lauf schließen bereits an diesem Wochenende. Auch hier hat die Hitze die Kassen klingeln lassen./kap

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten