Baugebiet Altdorf-Nord

Platz für 1200 neue Altdorfer

Zwischen der Äußeren Hersbrucker Straße und der Riedener Straße ist das 18 Hektar große Beaugebiet gelegen – mit idealer Entfernung zum Stadtkern und in unmittelbarer S-Bahn-Nähe. Nun wird um die Details der Bebauung gerungen. | Foto: Google Maps2019/12/Altdorf-Gewerbegebiet-Nord.jpg

ALTDORF – Der Stadtentwicklungsausschuss billigt generell ein verdichtetes Bebauungssystem für Altdorf-Nord, sieht aber immer noch Klärungs- und Änderungsbedarf.

In aller Ausführlichkeit haben die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses erneut über die Entwicklung des Bebauungsplans Altdorf Nord diskutiert. Im April war man bereits zusammengesessen und hatte die Architekten des Planungsbüros Grosser-Seeger mit zusätzlichen Änderungswünschen wieder nach Hause geschickt. Etliche Anregungen sind nun in eine neue Variante für die Entwicklung des letzten großen Baugebiets in Altdorf eingeflossen. Die Stadträte zeigten sich mit den Vorschlägen zufrieden, langatmige Diskussionen entzündeten sich aber an Details.

Wunschgemäß wurden die Grünflächen zurückgeschraubt, so dass größere Bauflächen entstehen konnten. Einen Aufenthaltsplatz für Kinder und andere Generationen wird es aber dennoch geben. Auch ein Graben, der temporär Wasser führt, ist als gestalterisches Element in der Planung enthalten und soll gleichzeitig bei stärkeren Regenfällen als Abflussverzögerung fungieren.

189 Reihenhäuser für Altdorf-Nord

Der Mix aus Geschossbauwohnung sowie Einzel-, Doppel- und sowie eine Kindertageseinrichtung für Krippe, Kiga und Hort sind weiterhin Bestandteil der Planung, allerdings werden entsprechend der Wünsche aus dem Stadtrat deutlich mehr Wohneinheiten als in der ersten Planung entstehen. Sprachen Planer Bernhard Walk und seine Kollegin Daniela Bock im April noch von Wohnraum für 920 bis 990 Einwohner, so ist der neue Entwurf auf 1216 Bewohner ausgelegt. Geplant sind derzeit 52 Einfamilienhäuser, 54 Doppelhaushälften, 189 Reihenhäuser und 151 Geschosswohnungen.

Der Größenzuschnitt der Grundstücke wurde gestutzt auf durchschnittlich 531 Quadratmeter (Einzelhaus), 282 Quadratmeter (Doppelhaus) und 238 Quadratmeter (Reihenhaus).

Neubaugebiet in Altdorf : Ein Blockheizkraftwerk für alle?

In der Diskussion stellte sich die energetische Optimierung als großes Thema heraus. Schwierig sei, das gesamte Gebiet mit nur einem Energieträger, zum Beispiel durch ein Blockheizkraftwerk zu versorgen. Hier riet Walk von einem verpflichtenden Anschluss für alle Grundeigentümer ab. Eckart Paetzold (Grüne) zählte allerdings die Vorteile eines zentralen Systems auf: Es komme günstiger als viele kleine und man spare Platz bei den Kellerflächen. Thomas Dietz schlug vor, mit den Stadtwerken als Partner zu sprechen. Bauamtsleiter Bernhard Dotzer schlug vor, sich hier erst einmal anwaltlich beraten zu lassen.

Auch das Thema Ausgleichsflächen trieb die Stadträte um. Von den zehn geforderten Hektar könnten eineinhalb intern anerkannt werden. „Wir müssen aber große Flächen kaufen, das wird schwierig, auch das wird das Projekt verzögern“, befürchtete Bürgermeister Erich Odörfer.

Dr. Johann Pölloth (CSU) brachte das Stellplatzproblem als weiteren strittigen Punkt ein. Die knappen Plätze seien eine Konsequenz der Verdichtungspolitik, erklärte Daniela Bock. Dr. Peter Wack (FW/UNA) forderte zudem, dass man die Breite der Straße für Rettungsfahrzeuge im Auge behalten solle.

Stellplätze: „Mittelweg finden“

Den Planern gab der Bürgermeister mit auf den Weg, einen Mittelweg zu finden, der eine dichte Bebauung, aber auch genügend Stellplätze ermöglicht: „Auf die alte Variante will ich nicht wieder zurückgehen, aber ich will auch nicht, dass die Autos auf der Straße stehen.“ Für die Geschosswohnungen solle auch eine Tiefgarage geprüft werden.

Einstimmig beschlossen die Stadträte abschließend das grundsätzliche Konzept.

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