Abiturfeier am Laufer CJT-Gymnasium

40 Prozent mit „Eins“ vor dem Komma

Die „Abiband“, die aus Lidija Soldo, Yasin Üce, Felix Stegmeier und Till Kraus bestand, trug zum Ambiente des Abends bei. Die Abiturienten saßen jeweils mit ihrer Familie an einem der kleinen Tische. | Foto: CJT-Gymnasium2020/07/Abifeier-lauf-scaled.jpg

LAUF – Unter freiem Himmel – in einem Ambiente, das an einen Abend in einem italienischen Restaurant erinnerte – haben die rund 60 Absolventen des Laufer Christoph-Jacob-Treu-Gymnasiums (CJT) ihr Abitur gefeiert.
Spät am Tag begann der Abschied, nicht wie sonst üblich bereits am Nachmittag, sondern zu fast schon gediegener Zeit um 19 Uhr. Die kleinen Tische mit je drei Stühlen waren in gebührendem Abstand zueinander drapiert.

Unter dem Motto „Die Goldenen 20er – ein Abgang mit Glanz und Stil“ trotzten die Anwesenden dem Coronavirus unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln.

Ein Dank an die Lehrer

Durch den Abend führten Annika Böhm und Steffen Pürner, die zunächst allen Lehrkräften für das Online-Unterrichten während der Hochphase der Pandemie, den vielen Helfern und natürlich den Eltern dankten. Der Anmoderation folgte in einer kurzweiligen Rede der Oberstufenkoordinator Stefan Bibelriether, der sich über nichts wunderte, obwohl dieser Abi­turjahrgang einiges an Besonderheiten aufzuweisen hatte, wie etwa einen überproportionalen Anteil an Jungen und eine Eins vor dem Komma bei 39 Prozent aller Zeugnisse.

Auf Bibelriethers Ansprache folgte das Grußwort des Schulleiters Wolf Kraus, der das Motto des Abends aufgriff und die Gymnasialjahre der Abiturienten mit den Höhen und Tiefen der ja auch nur in Ansätzen goldenen 20er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts verglich.

Keine Ehrengäste

Weitere Reden gab es nicht. Nachdem klar war, dass die Abiturfeier im Freien stattfinden würde, hatte sich das CJT entschieden, in Anbetracht einer vom Ministerium nur begrenzt erlaubten Anzahl an Teilnehmern, den Eltern der Abiturienten den Vorzug vor Honoratioren zu geben.

Aus Sicht der zu Feiernden war das die richtige Entscheidung. So konnten die Eltern dem Fest beiwohnen. Die eventuell gefühlte Lücke füllte bravourös die „Abiband“, bestehend aus Lidija Soldo, Yasin Üce, Felix Stegmeier und Till Kraus, die sich mehrfach am Abend auszeichnen durfte.
Bei der Übergabe der Zeugnisse ließen es sich die Oberstufenkoordinatoren Stefan Bibelriether und Ingo Körber sowie Schulleiter Kraus trotz aller strikten Vorgaben des Ministeriums nicht nehmen, den Schülern persönlich die Zeugnisse nebst der obligatorischen Rose zu überreichen. Einzig das sonst übliche Händeschütteln musste dem Protokoll weichen.

Dreimal 1,0 im Schnitt

Auch die Ehrung der Besten des Jahrgangs durch die Neugebauer-Stiftung wurde im Rahmen der Verleihung der Abschlusszeugnisse durchgeführt. Die Ehre gebührte in diesem Jahr zwei Schülerinnen und einem Schüler mit Andrea Thomas als der „Führenden“, zieht man die Gesamtpunktzahl zu Rate. Alle drei erzielten einen Gesamtdurchschnitt von 1,0, ein in dieser Dichte bisher einmaliges Ergebnis am CJT.

Den Abschluss des Abends bildete – vor dem Dank an die Organisatorinnen Lidija Soldo, Karla Horbelt, Elena Link und Daniela Scharrer sowie an den „Hausfotografen“ Luis Pitterlein und einige weitere – die jedes Jahr aufs Neue mit Spannung erwartete Rede der Schüler, die sich ungefähr so zusammenfassen lässt: Auch wenn manches im Zusammenhang mit der Schule eher fragwürdig erschien, etwa die Ergebnisse des sogenannten Gefa-Tests, über den ermittelt wird, welcher Beruf für die Schüler geeignet erscheint (Leuchtreklamehersteller, Fischverkäufer …),
hatten alle doch viel Spaß und vor allem auch Freunde fürs Leben gefunden. Vorgetragen wurde die Rede von Maxi Bohle und Leon Drieschner, verfasst hatte sie Romy Weller.

Text: Matthias Kausch

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