Die „Urvögel“ zu Gast im PZ-Kulturraum

Wenn Gangster rocken

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LAUF — Die Bühne des PZ-Kulturraums in Lauf hat in der Vergangenheit immer wieder ihre Tauglichkeit für Konzerte, Multivisionsshows oder Improvisationstheater bewiesen. Und auch den „Urvögeln“ reicht der Platz vollkommen aus, um ihre Geschichte eines verhinderten Gangsterpärchens zu entwickeln.

Mit der Schauspielerin und Tänzerin Claudia Kurrle ist Knobloch schon seit Jahren erfolgreich unterwegs, so beispielsweise mit dem Krimidinners „Mord am Frauentorgraben“ oder „Die toten Augen von Blackmore Castle“. Musikalische Unterstützung für das aktuelle Programm „Gangsters in Love“, das erst vergangenen Herbst Premiere gefeiert hat, haben sie sich Unterstützung bei Konblochs Sohn Julian (E-Gitarre und Keyboard) geholt. Letzterer sorgte für das rockige Element an dem Abend, den man auch als musikalische Krimi-Revue bezeichnen könnte.

Die Akteure beginnen eindrucksvoll mit einer akustischen Verfolgungsjagd, Schüssen und Martinshorn-Klängen im dunklen Kulturraum. Ein Gangsterpärchen, offensichtlich auf der Flucht, rettet sich auf die Bühne respektive den Proberaum einer Band.

Gitarre und Bass im Wettstreit

Es entwickelt sich ein Dialog zwischen den beiden Möchtegern-Ganoven Charly und Nathalie; Nathalie, die angeblich aus Frankreich stammende Komplizin, hat den Coup gründlich vermasselt. Die beiden streiten und diskutieren darüber, wie‘s weitergehen soll und planen einen weiteren Überfall. Dabei ergibt sich für die Protagonisten immer wieder die Gelegenheit, zu den Instrumenten (E-Gitarre, Gitarre und E-Bass) zu greifen und Songs zum Besten zu geben.

Musikalische Unterstützung erhalten die beiden von Julian Konbloch, der ein zurückgelassenes Bandmitglied gibt und, nachdem er die Musikalität der beiden „Gangsters in Love“ und auf der Flucht erkannt hat, gerne mitrockt.

Kurz vor der Pause versöhnen sich Charly und Nathalie, danach geht’s nochmal rund: Die angebliche Komplizin entpuppt sich als Beamtin vom BKA, die alles darangesetzt hat, den Coup zu vereiteln. Denn eigentlich ist sie hinter dem Auftraggeber von Charly her, einen Mafioso. Und in Charly, der gar kein hartgesottener Verbrecher ist, sondern nur ein frustierter Bank-Geschädigter, hat sie sich doch tatsächlich verliebt.

Das Stück ist selbst geschrieben, die Musik ist teils gecovert, teils selbst komponiert. Beim Publikum kommt die Mischung aus Komödie und Rock- und Schmusesongs bestens an, zumal Knobloch auch als Leiter von Italien-Reisen unterwegs ist und zahlreiche Fans von auswärts nach Lauf gelockt hat. Nach dem Blues zum Happy End gibt’s reichlich Applaus für einen unterhaltsamen musikalisch-komödiantischen Abend. 

N-Land Anne Stegmeier
Anne Stegmeier