Ersatz für Kunst im Fluss

Ein Kunstspaziergang durch Hersbruck

Eine Fotomontage von Bildjournalist Thomas Geiger zeigt, wie seine auf luftiges Mesh-Gewebe gedruckten Baummotive auf der Turnhalleninsel wirken könnten. | Foto: Thomas Geiger2020/07/Thomas-Geiger-B-ume.jpg

HERSBRUCK – Die Vorfreude darf wachsen: Zwar sind das Gitarrenfestival und „Kunst im Fluss“ abgesagt, doch Hersbruck bleibt im August nicht ohne Kunstereignis. Ein „Kunstspaziergang“ lädt zum Flanieren und Genießen ein, ganz ohne Öffnungszeiten und ohne die Gefahr von Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen.

44 Kunstwerke, Objekte, Graffiti, Skulpturen, Fotoarbeiten und großformatige Malerei werden vom 1. bis 31. August den Stadtraum beleben. Unabhängig vom Wasserweg der Pegnitz ziehen sich die Werke diesmal durch die Straßen von der Turnhalleninsel bis zum Marktplatz, besonders konzentriert im Mauerweg. Ein von Grafik-Designerin Angelika Eisenbrand gestalteter Flyer dient als Wegweiser zur Kunst und verrät auch Titel und Schöpfer der jeweiligen Arbeit.

Entwickelt wurden Idee und Konzept vom Team des Kunstmuseums Hersbruck um Leiter Uli Olpp, dem in Corona-Zeiten geplante Ausstellungen weggebrochen sind. Die Freiluftausstellung darf aber auch als Gemeinschaftsanstrengung der heimischen Künstler gelten, denn Ende Juli werden die Kunstschaffenden ihre Werke selbst anbringen und darauf achten, dass die Kunst unbehelligt bleibt. Auch private und geschäftliche Sponsoren sowie heimische Gastronomen helfen mit, die Kosten rund um dieses Ereignis zu stemmen.

Die meisten Kunstschaffenden stammen aus Hersbruck und Umgebung, doch auch italienische Gäste wie Paolo Volta und Giulio Giancaspro sind wieder an Bord. Ein ganz besonderes Schmankerl werden die Geschichtenerzähler Andrea Gonze und Michael Zirk mit einer Hörstation vor dem Hirtenmuseum bieten.

Töne beim Schlendern

Wer neugierig geworden ist, ist unter Beachtung der Coronaregeln zur Eröffnung mit Rundgang am Samstag, 1. August, um 16 Uhr auf die Turnhalleninsel eingeladen. Mit Begrüßung durch Uli Olpp, Vorsitzender des Fördervereins KMH, einem Grußwort von Bürgermeister Robert Ilg und einer Laudatio von Barbara Leicht, Kulturamtsleiterin der Stadt Neumarkt, ist für eine gute Einführung in das Kunstereignis gesorgt.


Musikalisch begleitet wird der lockere Rundgang vom Saxophonduo Achim Göttert und Rob Stephan. Danach können Interessierte das Kunstereignis bis zum 31. August genießen.

Die Märchenerzähler sind im Wechsel am 2., 9., 15., 16., 22. sowie 23. August jeweils von 11 bis 12 Uhr vorm Hirtenmuseum.

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