Standort in Happurg ungewiss

Welcher Dorfladen soll es denn sein?

So sehen die Architekten die beiden Anwesen Mader-Albrecht (links) und die Pillhofer-Scheune in naher Zukunft, die als Dorfladen zur Disposition stehen.2013/07/5_2_1_2_20130730_DORF.jpg

HAPPURG – Ja, wo kommt er denn nun hin? Der Standort für den Dorfladen in Happurg ist noch immer ungewiss. Auf der Tagesordnung der letzten Gemeinderatssitzung stand als zweiter Tagungspunkt: „Städtebauförderung – Erwerb von leer stehenden Anwesen in Happurg.“ Doch auch in dieser Sitzung wurde noch nichts entschieden. Aber: Es gibt neue Erkenntnisse. Anwesend waren an diesem Abend auch die Projektmanagerin Ortsmitte Happurg, Lisa Ritter, und der Projektleiter, Roland Wölfel.

Ein Gespräch mit der Regierung hat ergeben, dass nicht nur die bisher diskutierte Kombination von Dorfladen und Dorfgemeinschaftshaus förderfähig wäre. Die Regierung konnte sich auch vorstellen, dass eine Realisierung der beiden Einrichtungen an unterschiedlichen Standorten möglich und förderfähig sein könnte.

Damit gab es natürlich wieder neue Denkaufgaben. Etliche Räte hatten dazu schon sofort Fragen. Bernd Bogner von der FWG äußerte Bedenken bezüglich der Nutzung der in die engere Wahl genommenen Gebäude, sind sie doch allesamt denkmalgeschützt. Er hätte gerne eine Vorplanung um vor unliebsamen Überraschungen gefeit zu sein. Für Alfred Pürzer, SPD, kommen die Einwände der FWG etwas spät, denn die Angelegenheit Gebäudeerwerb und dessen Nutzung sind schon seit Jahren im Gespräch, er drängte auch zu einer baldigen Entscheidung. Thomas Schmidt, CSU, gab zu bedenken, dass im Haushalt nur 600.000 Euro angesetzt seien, bisher spreche man jedoch von Kosten in Höhe von 1,2 Mio. Nach diesen Diskussionen bringt Roland Wölfel, wie schon zu Beginn seiner Ausführungen, noch einmal die Klausurtagung ins Gespräch. Er schlägt vor, dass am 29. oder 30. Juli eine weitere Sitzung mit dem Gemeinderat, Arbeitskreis Dorfladen, Architekten-Gruppe und dem Projektmanagement stattfinden sollte, mit nur diesem einzigen Thema auf der Agenda. Alle Beteiligten sollten viel Zeit mitbringen, damit an diesem Abend eine endgültige Entscheidung getroffen werden kann, so der Wunsch. Auch Bürgermeister Helmut Brückner begrüßte diesen Vorschlag. Er sieht es als eine Pflicht, zu einer baldigen Entscheidung zu kommen, die Geduld der Immobilienbesitzer sei lange genug strapaziert worden, so Brückner. Einstimmig beschließt das Gremium eine weitere Sitzung zu diesem Thema heute um 18 Uhr.

Als Nächstes ging es um die Gemeindeverbindungsstraße See-Gotzenberg-Thalheim. Die FWG-Räte monierten die späte Ausschreibung und die erhöhten Kosten bei allen Maßnahmen gegenüber der Veranschlagung. Ihnen wurde erklärt, dass nicht früher ausgeschrieben werden konnte, da der schwierige Haushalt durch die hohe Rückzahlung von Gewerbesteuer, erst spät verabschiedet und genehmigt wurde. Auch Pürzer von der SPD kritisiert die gewaltigen Mehrkosten. Mit drei Gegenstimmen beschließt das Gremium die Baumaßnahmen anzugreifen und die Mittel von 1.169.000 Euro bereitzustellen.

Der Erlass von zwei Einbeziehungssatzungen im Gemeindeteil Gotzenberg sowie einer Einbeziehungssatzung für den Ortsteil Deckersberg waren als Nächstes zu beraten. In beiden Fällen gab es einen einstimmigen Beschluss, das Planungsbüro TEAM 4 in Nürnberg wird mit der Ausarbeitung der Pläne beauftragt.

Für die Gemeindewahlen am 16. März 2014 wurden noch einstimmig Stephan Krimm als Wahlleiter und Christa Müller als stellvertretende Wahlleiterin berufen.

Von Hans Laurer kam noch die Frage nach der Prioritätenliste für die anstehenden Straßensanierungen. Andreas Friedrich sicherte zu, dass in Kürze vieles erledigt werden würde, allerdings sei bei einigen Maßnahmen noch die Beratung des Bauausschusses nötig.

N-Land Marita Münster
Marita Münster