Hersbrucker Bürgerbräu übernimmt das Brauen

Kommunbier fließt weiter

Im Felsenkeller der Kommune wird weiter Bier abgefüllt. Foto: M. Döhring2013/06/5_2_1_2_20130606_KOMMUNE.jpg

NEUHAUS – Nachdem im Falkenlochbrauhaus nicht mehr gebraut werden kann, wurde eine neue Lösung gefunden. Letztendlich erklärte sich die Hersbrucker Bürgerbräu bereit, nach altem Kommunrezept ein ungespundetes Bier zu brauen (wir berichteten).

Ungespundetes Bier, vorwiegend in Franken üblich, gärt ohne einen Holzzapfen als Verschluss und besitzt somit im Vergleich zu anderen Biersorten einen geringeren Kohlensäuregehalt. Hier in Hersbruck kann das Wasser enthärtet werden, was in Neuhaus auch nicht mehr möglich ist. Der zirka vierwöchige Reifeprozess findet dann aber nach wie vor in dem Neuhauser Felsenkeller statt.

Dazu wird das ungespundete, untergärige Würzbier als Rohlieferung im Container nach Neuhaus gebracht. Der Vorgärungsprozess findet dann zirka eine Woche in einem offenen Gärbottich statt. Nach dem Vorgären wird das Kommunbier zur Nachgärung für rund drei Wochen in die Lagertanks umgefüllt.

Dann erfolgt das Abziehen beziehungsweise Abfüllen des Bieres aus den Lagertanks, das dabei über eine Filterstation und einen Fassbock in 50 Liter Fässer abgefüllt wird. Anschließend werden die Fässer mit Kommunbier in der Zoiglstube ausgeschenkt. Gut, dass es noch Brauereien mit Braumeistern gibt, die in dieser kleinen Größenordnung, wie es Neuhaus braucht, noch ein gutes mundiges Kommunbier brauen können, sagen die Kommunbrauer Paul Reindl und Georg Döth.

Zum Ausschank kam das neue Kommunbier bereits beim Hombauer (Reindl) und beim Schaffer (Dörth). Es ist süffig, geschmacklich dem alten Bier sehr ähnlich und wurde von den Kommungästen bereits sehr positiv angenommen. Mit dem Geschmack ist es so wie mit der Wurst des Metzgers, jeder hat seine eigene Note und so verhält es sich auch mit dem Bier, sagen die beiden Kommunbrauer. An der Feinabstimmung wird deshalb noch gearbeitet.

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