Entscheidung in Happurg

Dorfladen im Anwesen Mader / Albrecht

Das Wohnhaus rechts wird abgerissen, die Scheune wird zum Dorfladen. Foto: M. Münster2013/08/5_2_1_2_20130803_DORF.jpg

HAPPURG – Die Entscheidung ist gefallen: Eine lange Klausursitzung brachten der Arbeitskreis Dorfladen, die planende Architektengruppe, das Projektmanagement sowie der Bürgermeister und die Gemeinderäte hinter sich. Es ging mal wieder um den Dorfladen beziehungsweise um einen Standort für ihn.

In der Aula der Happurger Schule waren nahezu alle Eingeladenen vertreten. Drei Stunden dauerte die offizielle Meinungsfindung unter der Moderation von Lisa Ritter und Roland Wölfel vom Projektbüro Ortsmitte Happurg.

Nach intensiven Diskussionen und Erörterungen kristallisierte sich heraus, dass ein Großteil der Versammelten gerne das Pillhofer-Anwesen für den Dorfladen und die Versammlungsstätte in Angriff nehmen würde. Dass es ein gemeinsames Projekt von Arbeitskreis und Gemeinde werden sollte, wünschten sich auch die meisten. Man war sich ziemlich einig, dass das Projekt nur erfolgreich sein könnte, wenn alle an einem Strang ziehen.

Nach diesen drei Stunden des offiziellen Teils ging der Marathon für die Gemeinderäte in nicht-öffentlicher Sitzung noch weiter. Sie hatten sich vorgenommen, direkt im Anschluss das Thema weiter zu behandeln und zu einem Entschluss zu kommen. Nach zwei weiteren Stunden stand das Ergebnis fest. Der Gemeinderat stimmte ab und entschied sich mehrheitlich für den Kauf des Anwesens Mader / Albrecht. Die Nähe zum Rathaus war wohl für die Entscheidung einiger Räte ausschlaggebend. So sahen sie hier die besten Chancen für Synergien. Die zu schaffenden Parkplätze würden mit genutzt werden können und auch die Versammlungsräume könnten von Interesse sein.

In der Planung ist vorgesehen, das bestehende Wohngebäude zugunsten von Parkplätzen abzureißen. Die Scheune soll, sofern alles planmäßig verläuft, im unteren Geschoss den Dorfladen beherbergen, in den Obergeschossen sind Versammlungsräume geplant. Der Eingang wird von der Seite her sein, da die Scheune mit der Front zu dicht an der Straße steht. Ein angedachter größerer Anbau wird wohl aufgrund von fehlenden Finanzen gestrichen werden. Für ein Treppenhaus beziehungsweise einen Aufzug müsste jedoch von der Hofseite her ein kleiner Anbau noch realisiert werden. Interessanterweise wird diese gesamte Maßnahme von der Städtebauförderung finanziell unterstützt. Sogar der Abriss des Gebäudes und die Schaffung von Parkplätzen werden bezuschusst.

Hätte man sich für das Pillhofer-Projekt entschieden, wären Parkplätze am Rathaus nicht bezuschusst worden. Wahrscheinlich ein weiterer Faktor, weswegen die Wahl der Räte überwiegend auf dieses Ensemble fiel.

Nun wird wieder Schwung in die Angelegenheit kommen. Von allen Seiten kann jetzt weiter geplant und für die Zukunft des Ortes etwas getan werden. Ein Aufatmen geht durch die Reihen der Beteiligten.

N-Land Marita Münster
Marita Münster