„Haben die entscheidenden Bälle nicht durchgebracht“

Zu wenig Durchschlagskraft

Der Altdorfer Block, hier Sandra Ullrich (links) und Juliane Kind, stand gegen die Roten Raben zu selten gut. | Foto: Daniel Frasch2021/05/TV-Altdorf-Block-scaled.jpg

ALTDORF – Altdorfs Zweitliga-Volleyballerinnen zeigen gegen Rote Raben Vilsbiburg II über weite Strecken eine dürftige Vorstellung und verlieren im letzten Heimspiel verdient mit 1:3.

Wie bereits im Vorfeld der Partie befürchtet, haben die drei spielfreien Wochen in der Volleyball-Mannschaft des TV Altdorf Spuren hinterlassen: Wegen einer Corona-Infektion im Team (wir berichteten) musste sich die gesamte Truppe 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und hat – das wurde Samstagnachmittag deutlich – dabei ihren Spielrhythmus verloren. Gegen den Tabellenzwölften Rote Raben Vilsbiburg II setzte es im letzten Heimspiel der Saison eine verdiente 1:3-Niederlage (29:27, 24:26, 17:25, 18:25), zu selten schafften es die Gastgeber, an die zuletzt gezeigten, starken Leistungen (zwölf Punkte aus den vergangenen sechs Partien) anzuknüpfen.

In den beiden ersten Spielsätzen war es eine ausgeglichene Begegnung auf Augenhöhe. Die Roten Raben begannen jeweils konzentrierter und hatten mit Michaela Bertalanic eine überzeugende Libera, die viele Außenangriffe der Altdorfer Damen entschärfte und deren Bälle koordiniert im Spiel hielt. Beide Team leisteten sich jedoch viele Aufschlagsfehler. Trotzdem erarbeitete sich der TVA aufgrund einer Aufschlagserie von Diagonalspielerin Naomi Janetzke beim Stand von 24:21 drei Satzbälle, machte den Sack allerdings erst beim 29:27 zu.

Ganz ähnlich verlief Satz zwei: Nach Rückstand zu Satzbeginn kam der TVA mit Außenangreiferin Juliane Kind besser ins Spiel und auch die beiden Libera Stephanie Hofmann und Christine Prügel agierten solide. Dennoch spielten die Gastgeber in vielen Angriffen zu überhastet. Sicherung, Feldabwehr und Annahme funktionierten nur sehr bedingt und auch im Angriff über die Mitte waren die Altdorfer weit von der Form der vergangenen Wochen entfernt. Beim Stande von 24:22 scheiterte Altdorf am eigenen Unvermögen und gab den Satz schließlich völlig unnötig mit 24:26 an die nicht aufsteckenden, aber keineswegs überzeugenden Roten Raben ab.

Selbstvertrauen? Fehlanzeige!

Richtig durch hing die Mannschaft von Trainer Milan Dörnhöfer dann in den Sätzen drei und vier: Selbstvertrauen und Siegeswillen waren kaum mehr zu erkennen, zudem brachte eine ungewohnt hohe Fehlerquote bei den Aufschlägen die Gäste immer besser ins Spiel. Altdorfs Blockarbeit wirkte bisweilen unkoordiniert, leichte Fehler im Angriffsspiel verunsicherten die Mannschaft zunehmend. So reichte den Gästen aus Niederbayern eine durchschnittliche Leistung, um sich die beiden Sätze zu krallen und die Partie letztlich verdient mit 3:1 für sich zu entscheiden.

Altdorfs Zuspielerin Ellen Heimburger resümierte im Anschluss an die Partie: „Wir hatten heute eine fehlende Abstimmung in der Annahme und im Angriff haben wir die entscheidenden Bälle einfach nicht durchgebracht.“ Auch Außenangreiferin Juliane Kind war nach der Partie sichtlich bedient. Sie betonte jedoch: „Ich habe mich sehr gefreut, dass wir nach der zweiwöchigen Quarantäne noch einmal die Möglichkeit hatten, gemeinsam auf dem Feld zu stehen. Ich bin froh, dass die ganze Corona-Sache in unserem Team so glimpflich ausgegangen ist.“ Die Hygienemaßnahmen, die Teammanagerin Annemarie Böhm zusammen mit den Verantwortlichen vor vielen Monaten bereits ausgearbeitet hatte, haben Wirkung gezeigt, sodass es bei einer Corona-Infektion innerhalb der Mannschaft blieb.

Trotz der jüngsten Niederlage rangiert der TV Altdorf in der Tabelle der 2. Bundesliga mit 25 Punkten auf Rang neun. Ob die beiden noch ausstehenden Partien gegen Allianz MTV Stuttgart II und die TG Bad Soden noch nachgeholt werden können, wird sich erst im Laufe der Woche entscheiden. Der Volleyball-Verband wird tagen und darüber entscheiden, ob die aktuelle Spielzeit unvollständig beendet wird, oder ob die noch ausstehenden Partien doch noch ausgetragen werden sollen.

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