Laufer Ortsteil feierte Kirchweih

Tradition, Musik und leckere Schmankerl in Weigenhofen

Bieranstich in Weigenhofen (v. l.): Laufs 3. Bürgermeister Thomas Lang, der frühere Stadtrat Fritz Gößwein (teilweise verdeckt), Kirwachef Markus Lämmermann, 2. Bürgermeister Norbert Maschler, Sonja Weid von der Bürgerbräu Hersbruck, Stadtrat Hans Schmidt und Stadträtin Ruth Höpfel. | Foto: Jahn2018/09/Kirwa-Weigenhofen-Bieranstich-durch-2ten-Bgm-Maschler-gja.jpg

WEIGENHOFEN — Am ersten Septemberwochenende feiert Weigen­hofen seine Kirchweih. Die hervorragende Kombination von Tradition, Musik und fränkischen Schmankerln lockte auch dieses Jahr wieder viele Besucher auf die „Boochwiesn“.

Das fünftägige Treiben auf dem Festplatz begann am Donnerstag mit der Vogelsuppe. Die aus drei Gängen bestehende Kirchweihspezialität, aus Leberknödelsuppe, den Innereien von Rind und Schwein sowie gekochtem Rindfleisch, fand im voll besetzten Festzelt so viele Liebhaber, das sich so mancher Gast diesmal gerne einen Nachschlag gegönnt hätte. Musikalisch sorgte Alleinunterhalter Erwin Funk für tolle Stimmung.

Am Freitag, zur offiziellen Eröffnung der Kirchweih, war dann das ganze Dorf samt den Nachbarorten endgültig im Kirwafieber. Bereits im Vorab durch die Musiker von „SperrStund“ in Partylaune gebracht, wurden alle Festbesucher von Kirchweihvorstand Markus Lämmermann aufs Herzlichste begrüßt.

Ein großes Dankeschön sprach der Kirwachef allen für den „überragenden Dorfzusammenhalt“ bei der Vorbereitung des Festes aus. Positiv sei festzuhalten, dass wieder alle Mitglieder des Kirchweihvereins, übers Wochenende ihre Freizeit geopfert hätten, um mit den allgemeinen Tätigkeiten und der Bewirtung im Zelt und in der vergrößerten Bar eine unbeschwerte und fröhliche Kirchweih für alle Generationen zu gestalten.

Kritik am Ordnungsamt

Kleine Wermutstropfen nannte Lämmermann in seiner Ansprache „die Steine“, die das Ordnungsamt der Stadt Lauf bei der Genehmigung der Kirchweih „in den Weg gelegt hat“. So erhielt der Verein die Auflage, 15 Parkplätze für Autos zu beschaffen, da weder an der Hauptstraße noch in den Seitenstraßen geparkt werden darf. Statt nur am Freitag und Samstag müssen jetzt an der Kirchweih auch am Donnerstag, Sonntag und Montag vier Ordner bereitstehen, die der Verein natürlich selber bezahlen muss. Und auch über die um eine halbe Stunde gekürzte Sperrzeit sind die Weigenhofener verärgert.

Vielleicht fanden diese kritischen Anmerkungen ja das Gehör von Laufs 2. Bürgermeister Norbert Maschler und den auch sonst zahlreich erschienen Ehrengästen. Maschler begrüßte im Namen der Stadt Lauf alle Gäste und nahm dann den Bieranstich vor. Nur drei Schläge brauchte er, dann war O`zapft und der Gerstensaft floss in die bereit gestellten Maßkrüge. Gemeinsam mit Sonja Weid von der Bürgerbräu Hersbruck, seinem Bürgermeisterkollegen Thomas Lang, Kirchweihvorstand Lämmermann und einigen Stadträten stieß Maschler auf ein schönes Fest an. Dazu erklang ein fröhliches „Prosit der Gemütlichkeit“. Einen Gaumenschmaus bereitete Bernd Späth in seinem mobilen Holzbackofen zu: Leckere Flammkuchen, die von Svenja und Jessica den Gästen serviert wurden.

Baum mit Glühbirnen

Mit der Fahrt in den Wald, um den Kirchweihbaum zu holen, begann für die Kirwaboum der Samstag. Beobachtet von etlichen Schaulustigen stemmten die Burschen, unter der Regie von Karl Schmidt, den 32-Meter-Baum schließlich in die Höhe. Der mit Glühbirnen geschmückte Wipfel leuchtet nachts weit ins Umland. Allen Feierfreudigen heizte die Band „Fake Point“ noch bis tief in die Nacht mächtig ein.

Am Kirchweihsonntag stand der Zeltgottesdienst mit Pfarrer Albrecht Kessel im Mittelpunkt. Nach dem Weißwurst-Frühschoppen, dem Mittagessen und dem Nachmittag mit Kaffee und Kuchen stand abends als weiterer Höhepunkt das Baum­austanzen durch 14 Kirwapaare auf dem Programm. Die Band „Gin Tonic“ übernahm im Anschluss das musikalische Kommando und rockte bis spät in die Nacht das Festzelt.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren