Wiedereröffnung verzögert sich

Schwaiger Bad wird nicht vor September fertig

Bürgermeisterin Ruth Thurner lässt sich von Architekt Peter Lindig und Bauleiter Swen Kellner (v. l.) auf den neuesten Stand der Sanierungsarbeiten bringen. In der Schwimmhalle ist bereits die montierte neue Deckenverkleidung zu sehen. | Foto: Brinek2019/03/hallenbad-pegnitzaue-sanierung-kommt-voran-bri.jpg

Schwaig — Die Schwaiger müssen wohl noch den kompletten Sommer auf ihr Hallen- und Freibad „Pegnitzaue“ verzichten. Die eigentlich für den 1. Mai angepeilte Wiedereröffnung nach der Generalsanierung verzögert sich deutlich. Aktuell hoffe man, das Bad am 1. September wieder in Betrieb nehmen zu können, rechtzeitig vor Schulbeginn. Und auch mit Mehrkosten ist zu rechnen.

Architekt Peter Lindig erläuterte in der jüngsten Gemeinderatssitzung anhand von Fotos den aktuellen Fortschritt der teilweise schwierigen und aufwendigen Sanierungsmaßnahmen. Dabei habe es bislang sowohl negative als auch positive Überraschungen gegeben.

So mussten zunächst alle Flächen, die bisher mit Fliesen versehen waren, zusätzlich abgeschliffen oder abgefräst werden, um einen ordentlichen Untergrund zu schaffen, bevor die neuen Fliesen angebracht werden können. Gleichzeitig stellte sich aber heraus, dass die Tragkonstruktion über der Halle glücklicherweise wesentlich besser in Schuss war als erwartet. Befürchtungen, dass dort umfangreiche und kostenintensive Arbeiten anfallen könnten, haben sich damit nicht bestätigt.

Die Verantwortlichen betonten, dass bei Sanierungsarbeiten immer wieder unvorhersehbare Ausgaben anfallen können. Vor allem, weil einige vor Beginn der Arbeiten nicht zugängliche Bauteile nicht auf eventuelle Schäden geprüft werden können. Schwaig sei bisher jedoch mit einem blauen Auge davongekommen.

Rund 1,7 Millionen Euro Kosten für Schwaig

Ursprünglich waren die Kosten für die Generalsanierung mit 2,186 Millionen Euro veranschlagt. Bisher hat man rund 2,575 Millionen Euro verbaut. Von den Mehrkosten über aktuell rund 389 000 Euro werden bei der Gemeinde wohl rund 218 000 Euro hängen bleiben. Aktuell liegt Schwaig eine Förderzusage des Freistaats Bayern vor, der die Sanierung mit 477 000 Euro unterstützt. Zusätzlich erwartet man eine Mehrwertsteuererstattung von 411.000 Euro. So muss die Gemeinde Schwaig von den Gesamtkosten am Ende rund 1,687 Millionen Euro selbst aufbringen.

Die Förderung floss, nachdem mehrere Gemeinden, die das Hallenbad als Schulschwimmbad nutzen wollen, eine Nutzungsverpflichtung unterschrieben hatten. Unter anderem fließen Fördergelder für die weitgehende Erneuerung der 25 Jahre alten Pumpentechnik und ein Hebegerät für Rollstuhlfahrer. Schwaigs 1. Bürgermeisterin Ruth Thurner bedankte sich bei den Mitarbeitern der Verwaltung für diese Kostenersparnis.

Pflasterarbeiten werden teurer

Bauamtsleiter Thomas Mösel erläuterte im Anschluss, welche Gewerke die Kostensteigerung verursacht hatten. Vor allem die genannten aufwendigen Pflasterarbeiten schlugen hierbei zu Buche. Diese Auflistung war für die Mitglieder des Schwaiger Gemeinderats schlüssig und nachvollziehbar.

Momentan fräsen die Arbeiter die Böden im Hallenbad ab, um einen brauchbaren Untergrund für den Estrich zu schaffen. Nach dem Einbringen des Estrichs wird neben anderen Arbeiten das Schwimmbecken geflutet, um zu überprüfen, ob es dicht ist. Das Wasser bleibt dann rund 14 Tage im Becken. Erst danach können die Fliesenarbeiten am Schwimmbecken beginnen.

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek