LEINBURG – Am Sonntag, 12. Juli, wird in Leinburg gewählt: Nach dem Tod von Thomas Kraußer braucht die Moritzberggemeinde einen neuen Bürgermeister – oder eine Bürgermeisterin?
Dass Christian Palm (Freie Wähler), der bisherige Zweite Bürgermeister, und Marion Trisl (CSU) sich um das Amt bewerben, stand schon fest, auch wenn die Nominierungsveranstaltungen erst vor kurzem stattfanden. Doch in der Zwischenzeit hat sich auch die SPD geeinigt: Sie setzt nicht mehr auf Gerhard Pfeiffer – er war Kraußers Gegenkandidat –, sondern auf Anke Reiche. Die Lehrerin wurde einstimmig nominiert.
Pfeiffer hatte bereits im Vorfeld erklärt: „Wenn sich niemand anderes bereit erklärt, werde ich das wieder machen.“ Er sei aber auch nicht böse, wenn sich jemand anderes zur Wahl stellen wolle. Und genau dieser Fall ist nun eingetreten. Reiche, die 2020 erstmals in den Gemeinderat gewählt wurde, ist in Leinburg bekannt. Sie hat die Tanzsportgarde Moritzberg mit aufgebaut und unterrichtet seit über 23 Jahren an der Grundschule in Diepersdorf. 2005 übernahm sie den Schulchor und führt mit diesem jährlich ein Musical auf.
Als Ortsvorsitzender erklärt Pfeiffer auf der Website der Leinburger SPD: „Wir sind sehr froh über die Kandidatur von Anke. Mit ihr tritt eine Frau an, welche die Werte von Solidarität und Gemeinschaftssinn nicht nur theoretisch in Worthülsen vertritt, sondern tagtäglich praktisch in ihrem Leben ausführt.“
„Mit großer Freude und Demut“ hat hingegen Marion Trisl von der CSU ihre Nominierung angenommen. Auch sie wurde von ihren Parteikollegen einstimmig nominiert, ebenso wie Christian Palm, den die Freien Wähler ins Rennen schicken.
