HERSBRUCK – Am 8. Juli haben sich Interessierte an einer kollektiven und lokalen Nussverarbeitung im Kulturbahnhof Hersbruck getroffen. Engagierte des Happurger Grünspecht-Vereins hatten dazu unter dem Motto „Wir knacken das!“ eingeladen.
Die Gäste wurden mit süßen und herzhaften Leckereien willkommen geheißen, die aus Nüssen, Walnussmus oder Walnussmehl hergestellt waren. So kamen Initiatorinnen und Interessierte gleich miteinander ins Gespräch. Diese lockere und offene Stimmung zog sich anschließend durch die Veranstaltung.
Nachdem Florian Holzknecht die Anwesenden begrüßt hatte, stellte Judit Bartel das Projekt „Nüsse fürs Nürnberger Land“ vor. Mit diesem fördert der Verein seit 2020 Anbau, Pflege, Ernte und Verarbeitung von Walnüssen, Haselnüssen, Edelkastanien und Wildobst in der Region. Petra Pietrzok zeigte Bilder der einzelnen Phasen der Nussverarbeitung, von der Ernte über das Trocknen, Knacken und Nachsortieren bis hin zur Nussmus-Herstellung und Abfüllung. Jenny Lusias erläuterte, auf welche Weisen sich die 25 Anwesenden in die gemeinsame Nussverarbeitung einbringen können, um anschließend als Dankeschön am Ende des Prozesses einen Teil der Nussprodukte zu erhalten. Der andere Teil wird wie bisher in ausgewählten Läden verkauft, um die Kosten der Verarbeitung zu decken.
Florian Holzknecht machte deutlich, dass es dem Verein nicht darum gehe, ein Lebensmittel zu produzieren, das lediglich verkauft wird, sondern vielmehr darum, die Beziehung der Beteiligten zum Nahrungsmittel, zur Landschaft und untereinander zu stärken. So sei mit der Verarbeitung lokaler Nüsse viel Handarbeit verbunden, die jedoch in geselliger Runde geschehe. Ganz im Gegensatz zur industriellen Walnussproduktion in Kalifornien, die in Tausende Hektar großen Monokulturen erfolge und durchmaschinisiert sei.
Viele Anwesende tragen sich für Ernte und Verarbeitung ein
In der Fragerunde erzählte einer der Anwesenden begeistert von den schönen Erlebnissen und Begegnungen, die er in der letztjährigen Saison bei den gemeinschaftlichen Nussverarbeitungsaktionen hatte. Zum Ende folgten viele der Anwesenden der Einladung, sich in das aushängende Plakat einzutragen und damit deutlich zu machen, an welchem der Ernte- und Verarbeitungsschritte sie sich beteiligen wollen. Die Engagierten des Grünspecht-Vereins freuen sich, dass damit die Nussverarbeitung im Kollektiv starten kann: „Wir knacken das!“
Info: Weitere Interessierte lädt der Verein herzlich ein und bittet um Kontaktaufnahme per Mail: [email protected]
