Falken Feucht

Jungvogel unverletzt

Der Jungvogel ist wohlauf - Foto: Screenshot2019/06/Falke_05_06_Screenshot.jpg

FEUCHT – An Ostern ist es geschlüpft, nun wird es flügge. Ganz Feucht beobachtet über die Webcam der Marktgemeinde, wie das junge Falkenmädchen von seinen Eltern im Nest im Turm der katholischen Kirche aufgezogen wird.

Eine Taube nach der anderen schleppen die Altvögel an. Der Nachwuchs gedeiht prächtig. Dann die Polizeimeldung: „Falke im Sturzflug“. Ein Falke sei am Samstagabend gegen eine Scheibe geprallt und orientierungslos herumgetaumelt. Die Polizei vermutete es handle sich um einen der ausgewachsenen Vögel, der sich beim Sturz verletzt hatte.

Es  handelte sich jedoch um das noch namenlose Falkenkind. Nach einem Flugversuch war der Jungfalke gegen 20 Uhr unfreiwillig in der Unteren Kellerstraße gelandet. Unverletzt. Anwohner fingen ihn ein und riefen die Polizei. Die Beamten übergaben ihn an Mitarbeiterinnen des Tierheims Feucht, die darauf Sebastian Haas vom Bund Naturschutz, Ortsgruppe Feucht, kontaktierten. Für den Jungfalken sei es das Beste, ihn möglichst schnell wieder in den Nistkasten im Kirchturm zu bringen, erklärte er.

Gesagt, getan. Am Sonntagmorgen dann die Erleichterung. Die Webcam des Marktes Feucht zeigte ein bekanntes Bild: Das Falkenjunge, wie es geatzt wird. Die Altvögel hatten es trotz seines kurzen Abstechers in menschliche Obhut nicht verstoßen. Am Montagabend saß der junge Vogel in der Dachrinne des Turms und wurde von Windböen geschüttelt. Einen Tag später konnte ein Beobachter ein Foto aufnehmen, das alle drei Wanderfalken wohlbehalten auf dem Dach des Turmes zeigt. Der Jungfalke hat das Hochfliegen demnach gemeistert und wird langsam selbstständiger. Haas vom Bund Naturschutz ist zufrieden: „Ich bin nun sehr optimistisch, dass es unser Falkenmädchen schafft.“

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