LAUF – Ab Frühjahr 2026 gibt es eine zweite Intensivwohngruppe für traumatisierte Kinder. Die „ASB-WunderKinder“ im Nürnberger Land haben schon 2023 die traumapädagogisch-therapeutische Intensivwohngruppe „Talulah“ eröffnet, nun folgt die zweite mit dem Namen „Amayah“.
„Die Anfragen sind nicht weniger geworden und es tut jedes Mal in der Seele weh, wenn wir ein Kind abweisen müssen, das eigentlich dringend einen Platz braucht“, so Projektleiterin Anne-Margret Wild in einer Pressemitteilung des Arbeiter-Samariter-Bunds. Ebenso wie in der ersten Wohngruppe kommen vier Kinder zwischen vier und neun Jahren in „Amayah“ unter, die in früher Kindheit Traumatisches durchlebt haben. Sie sollen dort einen sicheren Ort finden, an dem sie sich langfristig stabilisieren können, heißt es in der Mitteilung weiter. Zwei Mitarbeiter seien hier immer für die Kinder da, dazu kommen Therapeuten und Schulbegleitungen.
Schon früh ansetzen
„Die Belastungen der Kinder, die wir betreuen, sind sehr schwerwiegend“, sagt Wild. Sie hätten in jungen Jahren bereits mehrere Stationen der Jugendhilfe durchlaufen, die ihnen aber nicht langfristig helfen konnten. Die Traumafolgen seien zu massiv. „Die Kinder sollen lernen, dass sie angenommen werden, mit all ihren Themen, dass es Sicherheit gibt und dass sie sich trauen können, Bindungen zu entwickeln.“ Es sei wichtig, schon früh anzusetzen, nicht erst, wenn im Grunde nichts mehr machbar sei. Besonders wichtig sei dafür ein dauerhaft stabiler Ort für die Kinder.
Schon 2024 hatte die Kurlbaum-Stiftung für die Kinder von „Talulah“ 5000 Euro gespendet, die für eine gemeinsame Ferienfahrt und Ausflüge verwendet wurden. Nun überreichte der Vorstand der Stiftung, vertreten durch Achim Stötzner, Heidi Sponsel, Alexander Körber und den Ehrenvorsitzenden Herbert Hofmann, eine weitere Spende über 5000 Euro an die „ASB-WunderKinder“. Das Geld wird diesmal für die Ausstattung der neuen Intensivwohngruppe „Amayah“ unter anderem mit therapeutischem Spielmaterial und einer Therapieschaukel genutzt.
„Leider sind therapeutische Spielmaterialien und Geräte sehr teuer, daher freuen wir uns sehr über die Unterstützung durch die Kurlbaum-Stiftung“, betont Projektleiterin Anne-Margret Wild. „Die durch die Spende möglichen Anschaffungen werden das therapeutische Angebot sehr sinnvoll ergänzen und den Kindern viel Freude bereiten“, ergänzte Karina Weber, Geschäftsführerin der „ASB-WunderKinder“.
Professionelle Hilfe
„Wir unterstützen Talulah und Amayah sehr gerne, weil wir von der pädagogischen und therapeutischen Notwendigkeit der Wohngruppen absolut überzeugt sind“, sagt Heidi Sponsel für den Vorstand der Kurlbaum-Stiftung. „Die Kinder bekommen hier professionelle Hilfe von einem sehr engagierten Team.“ Die neue Intensivwohngruppe im Süden des Nürnberger Landes wird Ende März eingeweiht, der Einzug der Kinder ist für April geplant. Der ASB Nürnberger Land hat für „Amayah“ 2025 eine Immobilie erworben, die aktuell noch renoviert und auf die Bedürfnisse der Kinder und des pädagogischen Teams angepasst wird.
