Angrenzende Wege und Straßen zeitweise gesperrt

Holzerntemaßnahmen im Feuchter Norden: das ist der Grund

Sogenannte Stehendentnahmeharvester - wie dieser Impex Königstiger - sind in der Lage, die geschnittenen Bäume aus dem Bestand herauszuheben und auf die Rückegasse zu legen und arbeiten daher bodenschonender.
Sogenannte Stehendentnahmeharvester - wie dieser Impex Königstiger - sind in der Lage, die geschnittenen Bäume aus dem Bestand herauszuheben und auf die Rückegasse zu legen und arbeiten daher bodenschonender. | Foto: Sebastian Linstädt2026/02/Feucht_Waldarbeiten_Knigstiger__1.jpg

FEUCHT – Wie der Forstbetrieb Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten mitteilt, werden seit Anfang Februar Holzerntemaßnahmen an der Nordgrenze der Marktgemeinde Feucht durchgeführt. Die Arbeiten werden voraussichtlich rund sechs Wochen andauern und betreffen vor allem den Bereich rund um den Wanderparkplatz Feucht, der über die Gemeindestraße „Zur Platte“ erreichbar ist und nördlich des Parkside liegt.

Ziel der Maßnahme sei die gezielte Pflege und Weiterentwicklung der dortigen Waldbestände. „In dem Gebiet hat sich unter dem rund 130 Jahre alten Kiefernbestand nahezu flächendeckend eine etwa 30-jährige Naturverjüngung aus Buche und Eiche entwickelt. Diese jungen Bäume erreichen bereits Höhen von sechs bis zwölf Metern und bilden die Grundlage für den Wald der Zukunft“, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatsforsten.

Eichen werden gezielt gefördert

Ein besonderes Augenmerk gelte ausgewählten Eichen, die in regelmäßigen Abständen markiert wurden. Sie werden gezielt gefördert und sollen sich in den kommenden Jahrzehnten zu stabilen und leistungsfähigen Zukunftsbäumen entwickeln.

Um diesen jungen Laubbäumen mehr Licht und Raum zum Wachsen zu verschaffen, werden gezielt ältere, geschwächte Kiefern entnommen. Dabei wird das Kronendach in etwa 30 Metern Höhe vorsichtig aufgelichtet. Dieses sogenannte Nachlichten erfolge sehr selektiv: Vital wirkende Kiefern sollen erhalten bleiben, während geschwächte Exemplare entnommen werden und als „nachhaltiger Rohstoff in Holzprodukten“ weiterverwendet werden.

Hitze und Schadinsekten

Der Gesundheitszustand vieler alter Kiefern sei in den vergangenen Jahren zunehmend beeinträchtigt worden. Längere Hitze- und Trockenperioden setzten den Bäumen stark zu. Hinzu kämen Schadinsekten wie Pracht- und Borkenkäfer sowie Pilzerkrankungen wie Diplodia oder der Befall mit Misteln.

Um die jungen Bäume bestmöglich zu schützen, kommt eine Spezialmaschine zum Einsatz. Der sogenannte Stehendentnahmeharvester kann die gefällten Bäume kontrolliert greifen und stehend aus dem Bestand auf die Rückegasse heben, so sollen Schäden am Nachwuchs minimiert werden.

Info: Aus Sicherheitsgründen müssen während der Maßnahmen angrenzende Wege und Straßen zeitweise gesperrt werden. Dies betrifft insbesondere Spaziergänger, Radfahrer und Hundehalter. Der Forstbetrieb Nürnberg bittet dringend darum, die Absperrungen zu beachten. Eventuelle Beeinträchtigungen an Forstwegen sollen im Anschluss an die Arbeiten zeitnah behoben werden.

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