Kreisumlage von 3,85 Millionen Euro

Hartensteiner Räte beschließen Haushalt

Der marode Pegnitzsteg am Ortsende von Rupprechtstegen beim Wanderparkplatz in Richtung Lungsdorf soll erneuert werden. | Foto: S. Fuchs2019/05/Rupprechtstegen.jpg

HARTENSTEIN – „Wir konnten heuer wieder einen soliden Haushalt mit zurückhaltenden Investitionen auf den Weg bringen“, so Bürgermeister Werner Wolter über den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung 2019 der Gemeinde Hartenstein. Der Gesamtplan fällt bei Einnahmen und Ausgaben von knapp zehn Millionen Euro um rund 16 Prozent niedriger aus als im Vorjahr.

Erfreulich wie eigentlich jedes Jahr sei, so Kämmerin Sylvia Neubing, dass die Kommune keine Kreditaufnahmen benötige und im Übrigen auch schuldenfrei sei. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B liegen bei 300 Prozent, die für die Gewerbesteuer bei 290 Prozent. Die drei größten Einnahmequellen im Verwaltungshaushalt sind die Gewerbesteuer mit 5,5 Millionen Euro, der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer mit 762 990 Euro und der Beteiligungsbeitrag an der Umsatzsteuer mit 430 905 Euro. Dem Vermögenshaushalt konnten 373 232 Euro zugeführt werden.

Die höchste jemals zu zahlende Kreisumlage von 3,85 Millionen Euro (Vorjahr 2,7 Millionen), so Bürgermeister Wolter, habe sich aus den hohen Gewerbesteuereinnahmen der Vorjahre errechnet (2017: 8,87 Millionen). Entsprechend hoch sei auch die zu zahlende Gewerbesteuerumlage von 1,18 Millionen Euro. Größere Ausgabeposten sind die VG-Umlage von 190 120 Euro sowie die Schulumlage von 166 830 Euro.

21 Angestellte im Kiga

Weitere nennenswerte Ausgaben im 7,8 Millionen Euro umfassenden Verwaltungshaushalt sind 50 000 Euro für die Ausstattung der drei Wehren Hartenstein, Enzendorf und Grünreuth. Die Betriebs- und Personalkosten des Hauses für Kinder belaufen sich auf 817 208 Euro. Derzeit sind im Kindergarten, so der Bürgermeister, 21 Voll- und Teilzeitkräfte beschäftigt. Einnahmen seien hier die Elterngebühren (76 000 Euro) und staatliche Zuweisungen (257 815 Euro).

Beim Bauhof sind für Personalausgaben, Straßenunterhalt, Winterdienst sowie Fahrzeug- und Gebäudeunterhalt insgesamt 382 622 Euro vorgesehen. Aus dem kommunalen Anteil an der KFZ-Steuer gibt es 77 400 Euro. An Wasserverbrauchsgebühren nimmt die Kommune voraussichtlich 89 000 Euro ein und an Kanalbenutzungsgebühren knapp 100 000 Euro.

Im 2,27 Millionen Euro umfassenden Vermögenshaushalt sind trotz der vom Bürgermeister angesprochenen „zurückhaltenden Investitionen“ mehrere „gewichtige“ Projekte für dieses Jahr aufgenommen: So soll die Feuerwehr Enzendorf ein neues Fahrzeug erhalten (Kosten: 126 000 Euro).

Marode Stege

Für die Erweiterung des Kindergartens (Krippe in der alten Arztpraxis) sind 156 000 Euro vorgesehen, für zwei marode Pegnitzstege in Enzendorf und Rupprechtstegen 254 000 Euro, für die Sanierung der Kläranlage Rupprechtstegen 385 000 und für die Verbesserung der Wasserversorgung 180 000 Euro. Der Bauhof erhält einen Teleskop-Radlader (63 000 Euro).

Nachdem die einzelnen Haushaltsposten detailliert im Finanzausschuss vorberaten waren und von Kämmerin Sylvia Neubing in der Sitzung nochmals erläutert wurden, erfolgte ohne weitere Aussprache ein einstimmiger Beschluss. Dass bei den vielen, weit in die Hunderte gehenden Einzelposten auch wirklich nichts vergessen wurde, zeigte sich bei „Unterabschnitt 7631 Uhren“: Für den Stromverbrauch der Turmuhr in Rupprechtstegen wurden bescheidene 85 Euro eingeplant.

N-Land Siegfried Fuchs
Siegfried Fuchs