ALTDORF – Der Stadtrat hat Ende Oktober beschlossen, sämtliche Finanzmittel für die geplante Nordtangente bis einschließlich 2029 zu streichen.
Die Bürgerinitiative Pro Ziegelwiesen begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. „Das zentrale Ziel unseres Bürgerbegehrens – der Erhalt der Ziegelwiesen – ist damit aus unserer Sicht zum großen Teil erreicht“, heißt es in einer Pressemitteilung der BI. Gleichzeitig sehen die Naturschützer die Ziegelwiesen langfristig bedroht, da eine große Mehrheit im Stadtrat langfristig an der Idee einer Nordtangente festhält. „Daher bleibt unsere Bürgerinitiative bestehen. Sollte ein neuer Versuch unternommen werden, das Projekt aufzugreifen, können sich die Bürgerinnen und Bürger darauf verlassen, dass wir aktiv werden“, versprechen die Initiatoren.
„Kein Wahlkampfgetöse“
Aus Sicht der Bürgerinitiative bringt eine Nordtangente für die meisten Altdorferinnen und Altdorfer keinerlei Vorteile – sie würde lediglich ein beliebtes Naherholungsgebiet zerstören. Da die angespannte Haushaltslage der Stadt lange bekannt gewesen sei, sind die BI-Vertreter überzeugt, dass es ohne ihren Einsatz nicht zu einem Meinungsumschwung im Stadtrat gekommen wäre. „Ohne unser Engagement hätte die Stadt Hunderttausende Euros für Planung und Gutachten ausgeben müssen, die in der Schublade gelandet wären und die bei einer späteren Umsetzung längst veraltet und umsonst gewesen wären. Es ging also nicht um Übertreibung und Wahlkampfgetöse, sondern schlicht um die Verhinderung von Steuerverschwendung.“
Wert legt die Bürgerinitiative darauf, dass es sich bei ihr um einen überparteilichen Zusammenschluss von Menschen handelt, denen der Erhalt der Ziegelwiesen wichtig ist. Abschließend bedankt sich die BI in ihrer Mitteilung beim Stadtrat für seine Entscheidung, bei der Verwaltung der Stadt für die Zusammenarbeit und vor allem „bei den über 1500 Altdorfer Bürgerinnen und Bürgern für ihr Vertrauen“, die mit ihren Unterschriften einen Bürgerentscheid möglich gemacht hätten.
