Katastrophenschutz-Großübung

„Brownout“ am Samstag im Nürnberger Land

Am Samstag, 10. Oktober, findet eine Katastrophenschutz-Großübung statt (Symbolbild).
Am Samstag, 10. Oktober, findet eine Katastrophenschutz-Großübung statt (Symbolbild). | Foto: LRA2026/10/csm_Blaulicht_69f3f82a79.jpg

NÜRNBERGER LAND – „Brownout“ im Nürnberger Land – eine gezielte, zeitlich begrenzte Abschaltung der Stromversorgung, beispielsweise um ein überlastetes Stromnetz zu stabilisieren. Das soll am Samstag, 10. Oktober passieren – aber nur in einer Katastrophenschutz-Großübung im Raum Hersbruck. Die Stromversorgung im Nürnberger Land bleibt unverändert bestehen, betont das Landratsamt in einer Pressemeldung.

Geübt wird in Hersbruck, Hohenstadt, Neuhaus, Offenhausen, Pommelsbrunn und Reichenschwand sowie am Landratsamt in Lauf. Insgesamt nehmen über 400 Einsatzkräfte und Beteiligte aus Führungsgruppe Katastrophenschutz, Feuerwehr, Kreisbrandinspektion, BRK, Wasserwacht, Bergwacht, psychosozialer Notfallversorgung, ASB AUXI, THW, Polizei, Bundespolizei, Bundeswehr, den Verwaltungen der involvierten Gemeinden und von der Hersbrucker Energie- und Wasserversorgung teil.

Mitarbeitende aus den Landratsämtern Erlangen-Höchstadt und Fürth unterstützen bei der Übungsbeobachtung. Für zusätzliche Herausforderungen sorgen rund 45 Laienschauspieler. Sie bringen möglichst realitätsnahe Aufgaben in das Übungsgeschehen ein. Die Übung stellt somit eine anspruchsvolle und komplexe Simulation einer Großschadenslage dar.

Feuerwehren als Leuchttürme

Für die Bürgerinnen und Bürger wird vom Übungsgeschehen wenig bis nichts zu bemerken sein. Die Übung soll zeigen, wie die Führungs- und Einsatzstrukturen in einer außergewöhnlichen Lage ineinandergreifen und ob die vorgesehenen Abläufe funktionieren.

Sollte es tatsächlich einmal zu einem länger andauernden Stromausfall kommen, stehen im Nürnberger Land verschiedene Anlaufstellen zur Verfügung. Die Feuerwehren besetzen ihre Wachen und übernehmen dabei zusätzliche Funktionen als sogenannte „Leuchttürme“. Außerdem richten mehrere Gemeinden Versorgungszentren ein. Dort können Menschen Unterstützung finden, die sich in einer solchen Situation nicht selbst helfen können. Weitere Informationen zu (Selbst-)Vorsorge, Warnung der Bevölkerung und dem Katastrophen- und Bevölkerungsschutz im Nürnberger Land gibt es auf der Webseite des Landratsamtes.

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