FC Ottensoos vollstreckt in Neunhof viermal — SC Eckenhaid und TV Leinburg verlieren jeweils 0:4, der SK Lauf II mit 2:5 in Ermreuth

Kreisligisten in Torlaune: Ein Spieltag mit 35 Treffern

Gemeinsam trennen die Eckenhaider Sebastian Somann (links) und Philipp Schüssel den Hersbrucker Stürmer Andreas Schimpfhauser vom Ball. Am Ende verlor der SCE beim Liga-Primus aber doch mit 0:4.Foto: J. Ruppert2015/11/FC-Heb-SCE-Somann-Schuessel.jpg

ERLANGEN/PEGNITZGRUND (fab) — Durch einen souveränen 4:0-Heimsieg gegen den SC Eckenhaid macht der Spitzenreiter aus Hersbruck das Remis von vergangener Woche vergessen und steht bei einem Spiel weniger weiterhin fünf Zähler vor dem Verfolger aus Kirchehrenbach. Der FC Ottensoos behält mit einem 1:4-Erfolg im Derby gegen den TSV Neunhof die Oberhand und klettert auf Rang drei der Kreisliga. Weiterhin verliert die Reserve des SK Lauf 5:2 gegen den SV Ermreuth, während  der TV Leinburg auch im Abstiegskracher gegen den direkten Tabellennachbarn aus Effeltrich kein Land sieht und mit 0:4 verliert.

FC Hersbruck – SC Eckenhaid 4:0 (2:0) — Einen ungefährdeten Sieg fährt der Tabellenführer aus Hersbruck zu Hause gegen die Eckenhaider Gäste ein. Dabei begann die Partie ausgeglichen. Die Anfangsphase war auf beiden Seiten geprägt von Ballverlusten und auch Torchancen waren hüben wie drüben Mangelware. Nach zwölf Minuten dann doch die Führung für die Hausherren. Nach einem lupenreinen Konter kam eine Flanke von rechts auf den freien Maas, der Eckenhaids Schlussmann Dillinger zum 1:0 überlupfte. Eckenhaid antwortete mit einigen Angriffen. Die beste Chance hatte Frötsch, doch seine Direktabnahme aus 16 Metern landete Zentimeter neben dem Tor. Der Spitzenreiter übernahm mehr und mehr das Kommando und zeigte sich effizient. In der 32. Minute war es wieder Maas, der die fahrlässige Abwehr überlief und auf 2:0 erhöhte.
Nach dem Seitenwechsel bekam der Aufsteiger immer weniger Zugriff auf das Spiel. Hersbruck hingegen spielte weiter nach vorne und wurde belohnt. Gunawardhana vollendete einen Konter zum vorentscheidenden 3:0. In der Folge hatten sich die Gäste einzig und allein bei ihrem Keeper Dillinger zu bedanken, dass das Ergebnis nicht noch höher ausfiel. Hersbrucks Herrmann rundete in der 90. Minute mit dem 4:0 den souveränen Auftritt des Meisterfavorits ab und stellte gleichzeitig den Endstand her.
Tore: 1:0 (12.), 2:0 (32.) Maas, 3:0 (51.) Gunawardhana, 4:0 (90.) Herrmann. Schiedsrichter: Julian Leykamm. Zuschauer: 120.

TV Leinburg – SpVgg Effeltrich 0:4 (0:2) — Der TV Leinburg bleibt weiter Schlusslicht und muss sich auch der Spielvereinigung aus Effeltrich klar geschlagen geben. Dabei kam die Heimelf über weite Strecken gar nicht ins Spiel und ließen grundlegende Dinge im Spielaufbau und Abwehverhalten vermissen. Die Gäste, allen voran Effeltrichts Kosel, nutzten das gnadenlos aus und hätten durchaus auch höher siegen können. In der 37. Minute klingelte es das erste Mal im Leinburger Kasten. Kosel vollendete einen schönen Spielzug über links. Nur drei Zeigerumdrehungen später war es der gleiche Spieler, der für seine Farben auf 0:2 erhöhte.
Auch nach der Halbzeitpause konnte die Heimelf nicht Fuß fassen und erspielte sich kaum eine Torgelegenheit. In der 52. Minute kam es dann zu zwei Platzverweisen. Zunächst sah Leinburgs Betker nach einem Foulspiel die Ampelkarte. Effeltrichts Straub beschwerte sich über das Foul so lautstark, dass auch er vom Unparteiischen des Feldes verwiesen wurde.  Zehn Minuten später noch eine Gelb-rote Karte, diesmal für Gästeakteur Siebenhaar, wieder wegen Foulspiels. Die Überzahl konnten die Hausherren zu keiner Zeit ausnutzen. Vielmehr schraubte Kosel das Ergebnis weiter in die Höhe. Mit seinem dritten Treffer in der 67. Minute sorgte er für die Vorentscheidung. Dabei nahm er einen Ball am Strafraum mit dem Rücken zum Tor an, drehte sich geschickt und versenkte unhaltbar zum 0:3. 13 Minuten vor dem Abpfiff bersorgte der Mann des Spiels mit Treffer Nummer vier auch noch den Endstand: Nachdem er zwei Leinburger Verteidiger leichtfüßig vernaschte blieb er vor dem Tor eiskalt und erzielte den 0:4-Endstand.
Tore: 0:1 (37.), 0:2 (40.), 0:3 (67.), 0:4 (77.) Kosel. Besondere Vorkommnisse: Gelb-rote Karten: Sebastian Straub (52./SpVgg/Meckern), Alex Betker (52/TVL/Foulspiel), Hannes Siebenhaar (63./SpVgg/Foulspiel). Schiedsrichter: Kai Thiele. Zuschauer: 80.

TSV Neunhof – FC Ottensoos 1:4 (0:2) — Die Abwehr des TSV Neunhof befand sich trotz der Derbystimmung nach sechs gespielten Minuten augenscheinlich noch im Tiefschlaf, als ein Freistoß in den Strafraum flog und nicht geklärt wurde. Ottensoos Schmidt bedankte sich und versenkte das Leder humorlos zum 0:1. Vier Minuten danach erneut schwaches Defensivverhalten des Aufsteigers. Ein scharfer Ottensooser Standard fand wieder den freien Schmidt, der seelenruhig auf 0:2 erhöhte. Das Spiel der Hausherren war in der Folge geprägt von Fehlpässen und Unkonzentrietheiten, während die Gäste aus Ottensoos cleverer und vor allem aggressiver agierten.
Nach dem Seitenwechsel ging die Ottensooser Elf weiter höheres Tempo und wurde belohnt. Nach einem Eckball kam Sen am Fünfmeterraum an den Ball und spitzelte diesen ins lange Eck. Der TSV gab sich nicht auf und markierte quasi im Gegenzug den Anschlusstreffer. Nach einem kapitalen Abwehrfehler bleib Fleischmann im alleine vor dem Tor cool. Ottensoos blieb jedoch weiter die spielbestimmende Mannschaft und ließ in der Schlussphase nichts mehr anbrennen. Den Schlusspunkt setzte Zagel, der nach einem Konter in der 90. Minute den 1:4-Endstand herstellte.
Tore: 0:1 (6.), 0:2 (10.) Schmidt, 0:3 (52.) Sen, 1:3 (54.) Fleischmann, 1:4 (90.) Zagel. Schiedsrichter: Andreas Drummer. Zuschauer: 140.

SV Ermreuth – SK Lauf II 5:2 (2:1) — Nach 13 gespielten Minuten entschied Schiedsrichter Strasser auf Elfmeter für den SK Lauf, den der etatmäßige Bezirksligastürmer Daniel Rothaar sicher verwandelte. Den Laufer gab diese Führung gegen den SV Ermreuth am Sonntagnachmittag jeoch keine Sicherheit. Acht Minuten danach markierte Biermaier mit seinem ersten Streich aus 18 Metern ins kurze Eck den Ausgleich.

In der Folge spielte sich viel im Mittelfeld ab mit kleineren Gelgenheiten auf beiden Seiten. Die Führung fiel in der 43. Minute für die Heimelf. Hammerand nahm eine Flanke volley und mit Hilfe des Innenpfosten sprang die Kugel über die Linie.
Drei Minuten nach der Pause erhöhte Biermaier aus dem Gewusel heraus auf 3:1. Die Laufer gaben sich trotz der Ermreuther Überlegenheit nicht auf und kamen in Person von Rothaar wieder auf 3:2 heran. Die Hausherren, die in der Folge immer besser wurden, ließen sich davon aber nicht beirren. Der bärenstarke Biermeier stellte nach 63 gespielten Minuten mit seinem dritten Treffer den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Die Heimelf vergab danach einige Hochkaräter und spielten unentwegt nach vorne. Den Endstand von 5:2 erzielte Sprenger mit einem feinen Solo.

Tore: 0:1 (13./FE) D. Rothaar, 1:1 (21.) Biermaier, 2:1 (43.) Hammerand, 3:1 (48.) Biermaier, 3:2 (56.) D. Rothaar, 4:2 (63.) Biermaier, 5:2 (79.) Sprenger. Schiedsrichter: Andreas Strasser. Zuschauer: 80.

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