Aktive des DAV Röthenbach bei Challenge Roth

Heimische Triathleten trotzen Hitze

Unterwegs auf der Radstrecke: Jörg Reinhardt2014/07/86176_ChallengeRothJoergReinhardtRad_New_1406222465.jpg

ROTH/RÖTHENBACH — Bei der 30. Auflage Austragung des Challenge Roth waren wieder Sportler der DAV-Sektion Röthenbach erfolgreich am Start.

Angefeuert durch zahlreiche Fans aus der Region stellten sich Jörg Reinhardt, Siegfried Knauf und Matthias Röser der Herausforderung von 3,8 Km Schwimmen, 180 Km Radfahren und einem anschließenden Marathonlauf von 42,195 Kilometern. Monatelanges Training mit Umfängen bis zu 20 Std. die Woche sollten an diesem Tag den persönlichen Erfolg und ein erfolgreiches Finish garantieren.

Die hochsommerlichen Temperaturen in den letzten Tagen vor dem Rennen sorgten zwar für das bei Triathleten beliebte Hawaii-Feeling, steigerte aber auch die Nervosität vor dem Rennen, wegen den damit verbundenen Risiken von Dehydration und Überhitzung.

Bestens vorbereitet ließen sich die Sportler nicht einschüchtern und standen am Wettkampfmorgen um 6.30 Uhr am Start zum 30. Challenge Roth. Es sollten die härtesten Bedingungen in der 30 jährigen Geschichte des Rennens werden. Dies zeigte auch die Ausfallquote nach dem Rennen. 22,5 % aller Teilnehmer beendeten das Rennen vorzeitig.

Aufgrund der Vielzahl von gemeldeten Sportlern, insgesamt 3459 Einzel- und 619 Staffelteilnehmer, erfolgte der Start in 14 Einzelstart- und 2 Staffelstartgruppen. Matthias Röser konnte sich aufgrund seiner sportlichen Erfolge der letzten Jahre einen der begehrten Startplätze in der ersten Startgruppe sichern, die den Profis sowie den besten Altersklassenathleten vorbehalten ist.

Souverän legte er die 3,8 Km im sehr warmen Kanalwasser zurück. Auf den 180 Radkilometern, die er in 4:55:51 Std. zurücklegte, zeigte er seine außergewöhnliche Klasse. Seine Leidensfähigkeit ließ ihn über glühenden Schotterweg entlang des Rother Kanals schweben und so absolvierte er den abschließenden Marathon in 3:23:49 Std. Im Endklassement belegte er mit einer Endzeit von 9:32:14 Std. einen hervorragenden 86. Platz unter allen Startern. Sein Fazit: „Mein härtestes Rennen seit dem Ironman auf Hawaii“.

Seinen zweiten Start über diese Distanz absolvierte Jörg Reinhardt. Bereits in Trainingslagern auf Mallorca Anfang des Jahres legte er den Grundstein für einen erfolgreichen Wettbewerb. Ausgebremst durch kleinere Verletzungen kämpfte er sich immer wieder ins zeitaufwendige Training zurück. Diese Willensstärke sollte am Wettkampftag belohnt werden.

Angespannt, aber fokussiert auf ein erfolgreiches Finish, stieg er ins Wasser und legte die erste Disziplin ohne Probleme in 1:13:27 Std. zurück. Im Jubel der zahlreichen Zuschauer ging es mit dem Zeitfahrrad auf die 180 Km der Radstrecke. , die Jörg Reinhardt kontrolliert in 5:40:57 Std. zurücklegte.

Ausgebremst durch einen kleinen, nicht eingeplanten Zwischenhalt hatte er jedoch einen Zeitrückstand von rund zehn Minuten zu seiner Wunschzeit. Sollte das Unternehmen „Finish unter elf Stunden“ daran scheitern? Die zunehmende Schwüle zu Beginn der meist schattenfreien Laufstrecke entlang des Kanals machte es nicht leichter.

Auf der abschließenden Marathonstrecke, die er in 3:49:34 Std. absolvierte zeigte sich die Willensstärke von Reinhardt. Nach vorsichtigem Beginn stabilisierte er bis zum Halbmarathon sein Tempo. Unter dem Jubel seiner Fans und nach kurzen taktischen Anweisungen steigerte er auf den restlichen 21 Kilometern sein Tempo und verkürzte den „Rückstand Minute um Minute.

Drei Kilometer vor dem Ziel an der sogenannten Prosecco-Meile war es so gut wie sicher, die 11 Stundenmarke war gefallen. Von den Strapazen gezeichnet, aber überglücklich konnte der Röthenbacher die letzten Kilometer genießen und mit einer Endzeit von 10:51:05 Std. die Ziellinie überqueren. Dies bedeutete den 562. Gesamtplatz aller Starter.

Für Siegfried Knauf (M60) war es der dritte Start über diese Ironman Distanz. Er absolvierte diesen Challenge 13:10:05 Std. – eine hervorragende Leistung angesichts des geringen Zeitbudgets des Sportlers für das notwendige Training.

Weitere Sportler des DAV Röthenbach waren in den Staffelbewerben am Start. Die Staffel DAV Röthenbach 1 in der Besetzung Anna Braunersreuther, Dieter Hammer und Harald Braunersreuther belegte in einer Endzeit von 11:45:46 Std. den 409 Platz. Hervorzuheben ist hier die Schwimmleistung von Anna, die 6 Minuten schneller als geplant war.

Die Staffel DAV Röthenbach 2 in der Besetzung Thomas Preller, Bernd Haas und Mario Alkov belegte in einer Endzeit von 10:42:24 Std. den 184 Platz. Während Thomas und Bernd einen perfekten Tag erwischten, musste Mario wegen immer stärker werdenden Sprunggelenksschmerzen alle Zähne zusammenbeißen, um den Mannschaftserfolg zu garantieren.

Jana Leykam (Schwimmzeit 1:16:14 Std.), Alexander Haas (Radzeit 5:47:44 Std.) sowie Tobias Golditz (Schwimmzeit 50:03 min.) vom DAV Röthenbach starteten in weiteren Staffelmannschaften. Tobias knüpfte an die Erfolge der letzten Wochen an (u.a. Vierter beim stark besetzten Rothsee Triathlon) und kam bei den Staffel-Schwimmern als Gesamtsiebter noch vor dem mehrfachen Ironman Hawaii-Sieger Chris McCormack an Land.

Die Zeiten im Einzelnen:

Matthias Röser (1:08:31/4:55:51/3:23:49 =9:32:14 Std. Platz 86)

Jörg Reinhardt (1:13:27/5:40:57/3:49:34 = 10:51:05 Std. Platz 562)

Siegfried Knauf (1:27:06/6:23:10/4:58:49 = 13:10:05 Std, Platz 2131)

Staffel DAV Röthenbach I (1:24:34/5:40:08/ 4:36:28 = 11:45:46 Std.Platz 409)

Staffel DAV Röthenbach II (1:09:54/5:30:26/ 3:58:22 = 10:42:24 Std. Platz 184)

N-Land Pegnitz-Zeitung
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