Spiel der Woche: TSV Winkelhaid – SV Rasch

Ein Derby, zwei Meinungen

„Dreckig spielen, aber effizient die Chancen nutzen“, das fordert TSV-Abteilungsleiter Markus Lang von seinen Jungs im Derby gegen Rasch. | Foto: kk2015/11/tsvwinkelhaidvorschaurasch.jpg

WINKELHAID/RASCH – In der Kreisliga Ost steht am Sonntagnachmittag mit dem Duell des TSV Winkelhaid gegen den SV Rasch das nächste Derby an. Während die Rascher aus den letzten sechs Spielen stattliche 13 Punkte mitnehmen konnten und damit einen starken sechsten Rang der Tabelle innehaben, möchte der Gastgeber aus Winkelhaid die herbe Niederlage im Nachbarschaftsduell gegen den TSV Feucht vergessen machen, vor allem aber nicht weiter in die Abstiegszone rutschen.
„Das war kämpferisch einfach viel zu wenig“, hadert Winkelhaids Abteilungsleiter Markus Lang noch mit der lethargischen Leistung seiner Jungs gegen den TSV Feucht. Man müsse den Abstiegskampf, in dem man stecke, endlich annehmen, so Lang weiter. Und wahrlich steht der hoch gehandelte TSV nach elf Spieltagen nur noch vier Punkte über dem Strich. „Wir wären nicht die erste Mannschaft, die als Bezirksligaabsteiger durchgereicht wird“, warnt der Abteilungsleiter.
Auch deshalb hat Winkelhaids Trainer Rosenberger seine Mannen unter der Woche nochmal explizit auf das Derby eingeschworen. Dabei forderte er, laut Lang „einen leidenschaftlichen Auftritt, um die drei Punkte unbedingt einzufahren“. Die Art und Weise sei dabei erst einmal zweitrangig: „Wenn wir dreckig spielen, aber effizient unsere Chancen nutzen, gewinnen wir das Derby.“
Genau zu diesem Spiel kann der TSV wieder auf einige Leistungsträger zurückgreifen. Zum einen feiern die beiden Außenbahnspieler Kümmerl und Engl ihr Comeback, zum anderen stößt Abwehrchef Goss nach urlaubsbedingter Abwesenheit wieder zum Kader. Große Hoffnung setzt Lang, der dem SV Rasch die „leichte Favoritenrolle“ zuschiebt, auch in den letzten Rückkehrer: „Marcel Diaco ist nach langer Verletzungspause wieder komplett fit und wird unser Spiel bereichern.“
Die Gäste aus Rasch, die nach einem überragenden dritten Platz vergangene Saison in der jetzigen Spielzeit wieder einen Lauf haben, möchten „ohne Scheu und systemtreu“ drei Punkte aus Winkelhaid entführen, erklärt Teammanager Fritz Merkel. Er erwarte dabei im Gegensatz zu seinem Gegenüber ein „50:50-Spiel“, das vor vielen Zuschauern, auch einigen Rascher Fans, stattfinden werde.
Der Übungsleiter der Rascher Elf, Florian Schmidt, habe laut Merkel seine Spieler unter der Woche hervorragend auf das anstehende Nachbarschaftsduell eingeschworen. Auch darüber hinaus ist der Teammanager mit der Arbeit seines Trainer hoch zufrieden: „Er macht jetzt schon über Jahre hinweg einen super Job und ist dabei bodenständig geblieben.“
Rasch bleibt seiner Philosophie treu
„Bodenständigkeit“ ist auch das Stickwort für Fritz Merkel, der heraushebt, dass der kleine Verein auch nach den jüngsten Erfolgserlebnissen nichts an seiner Philosophie ändern wird. „Schuster, bleib bei deinen Leisten“, sagt Merkel überzeugt und erklärt, dass aktuell acht „Eigengewächse“ in der Startelf stehen und dieser Kurs auch beibehalten werde.
Mit Christoph Müller ist eines dieser Eigengewächse ein Leistungsträger der jungen Rascher Mannschaft. Vier Mal traf der Stürmer in den vergangenen drei Partien. Diesen Lauf möchte er im Derby sicher fortsetzen, um den mitgereisten Rascher Fans den Derbysieg zu schenken.
Fabian Waldmann

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren