Spiel der Woche: TSV Winkelhaid vs. TSV Feucht

Beim Keller-Derby „muss die Hütte brennen“

Ein Derby-Sieg in Winkelhaid wäre wohl der richtige Impuls, um sich aus dem sportlichen Schlamassel zu befreien. | Foto: kk2016/11/DSC_9973.jpg

WINKELHAID/FEUCHT – Wenn der TSV Winkelhaid am Sonntag um 14.30 Uhr den Nachbarn aus Feucht empfängt, kann man getrost von einem „Keller-Derby“ sprechen. Während die Elf von Marc Rosenberger nämlich nur einen Platz über der roten Zone rangiert, steht der gastierende TSV Feucht gar auf dem letzten Tabellenplatz der Kreisliga Nord.

Lediglich einen Sieg und ein Unentschieden konnte die Elf von Stefan Steuer in der laufenden Spielzeit bejubeln. Demgegenüber stehen ganze neun Niederlagen und die meisten Gegentore der Liga, was dem TSV Feucht aktuell wenig überraschend die Rote Laterne beschert.

Der Trainer des kommenden Gegners, Marc Rosenberger, spricht den Feuchtern dennoch Mut zu: „Die Feuchter hatten wie wir mit enormen Abgängen zu kämpfen. Die Qualität ist meiner Meinung nach trotzdem da und ich bin überzeugt, dass Stefan das Ruder herum reißen wird“.

Der Übungsleiter des TSV Winkelhaid steht mit seinen Mannen nach einer Niederlagenserie, die zuletzt bei der Spitzenmannschaft aus Wolfstein gestoppt werden konnte, knapp über den Abstiegsrängen. Nach dem lang ersehnten Dreier tritt der Trainer zuerst auf die Euphoriebremse, sieht in seinen Schützlingen zukünftig jedoch jede Menge Potenzial: „Nach einem Sieg nach so langer Zeit schreien wir zwar sicher nicht ‚Juhu, jetzt ist alles gut‘. Aber wenn wir die Einstellung und die spielerische Leistung der letzten Woche öfter abrufen können, dann ist sogar ein Mittelfeldplatz realistisch“.

Immer besondere Duelle

Um die Leistung zu bestätigen kommt das Nachbarschaftsduell gegen Feucht genau richtig. Dabei betont Winkelhaids Coach, dass die Duelle gegen den TSV Feucht immer besonders schwer gewesen seien, sei es im Pokal oder im Ligabetrieb. Seine Elf müsse also top eingestellt in das Spiel gehen und dürfe sich nicht von der Tabelle blenden lassen. „Ein angeschlagener Boxer ist nie zu unterschätzen“, warnt Rosenberger.

Eine explizite Vorbereitung auf die Begegnung am Sonntag habe es indes nicht gegeben. Seit der Niederlagenserie von vier Spielen hat der 30-Jährige die Trainingsinhalte sowieso etwas verändert: „Wir setzen auf mehr Feuer im Training, das macht die ganze Mannschaft heiß“.

Er selbst kennt sich in jedem Fall mit der prekären Situation, in der seine Mannschaft steckt, aus, so hat Marc Rosenberger doch zu aktiven Spielerzeiten oft genug um den Klassenerhalt gespielt. Seiner jungen Truppe, in welcher viele Spieler erst 18 Jahre alt sind, traut er den Klassenerhalt definitiv zu: „Die Jungs wissen worauf es ankommt. Wir schauen nur auf uns und es ist egal, ob der Letzt- oder Erstplatzierte kommt, am Spieltag muss die Hütte brennen.“Fabian WaldmannFür Olli White (rechts) und seine Feuchter läuft diese Saison bislang unter der Rubrik „Pleiten, Pech und Pannen“.

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