Zum Schutz vor Überschwemmungen

Mit modernster Technik durch Winkelhaid

Wann das Fahrzeug unterwegs ist, hängt vom Wetter ab. Markgraf schätzt, dass diesen Sonntag oder Montag der Startschuss fällt. Die ganze Aktion dauert nicht länger als einen Tag. db/kapSo sieht das Fahrzeug aus, dass in den nächsten Tagen durch die Ortsteile Winkelhaid und Penzenhofen fährt, um Daten zu sammeln. Mit diesen soll geklärt werden, wohin das Wasser bei Starkregen abfließen kann. Foto: eagle eye technologies2016/03/winkelhaid-abwasser-eagle-eye.jpg

WINKELHAID – Es ist orange-silbern und hat jede Menge modernster Technik auf dem Dach: Das Messfahrzeug einer Berliner Firma nimmt die Straßen in Winkelhaid und Penzenhofen unter die Lupe. Für die Sicherheit der Gemeinde.

Das Fahrzeug des Berliner Technologieanbieters eagle eye technologies wurde beauftragt, Straßenzüge hochgenau vermessungstechnisch aufzunehmen und zugleich optisch zu erfassen. Doch wozu das Ganze?

Wo fließt das Wasser hin?

Es geht um den Schutz vor Überschwemmungen. Die drohen, wenn das Kanalnetz nicht funktionsfähig bleibt. Unterhaltungs- und auch Sanierungsmaßnahmen sind deshalb erforderlich. Wie diese genau aussehen könnten, soll unter anderem das Messfahrzeug mit seinen erhobenen Daten zeigen. Die Abwasser-Experten können mit den Ergebnissen Abflussvorgänge auf den Straßenflächen bei Starkregen simulieren – und aufzeigen, wo die Gemeinde nachbessern muss.

Die Erfassung geschieht, wie der Firmenname „eagle eye“ andeutet, buchstäblich mit Adleraugen: Die Fahrzeuge sind mit speziellen Sensoren ausgestattet, die die Straßenflächen erfassen und vermessen. Zehn Kameras filmen gleichzeitig die Straßen und nehmen Verkehrsanlagen wie Ampeln oder Kreuzungen auf.

Sonntag oder Montag unterwegs

Es ist ein weiterer Schritt zum Schutz der Gemeinde vor Überschwemmungen (wir berichteten). „Die Gemeinde Winkelhaid hat die hydraulische Leistungsfähigkeit der gesamten Abwasseranlage überprüfen lassen“, erläutert Alfred Markgraf vom Bauamt. „Wichtig ist nun, noch das Abflussverhalten des Oberflächenwassers bei Starkregenereignissen zu untersuchen, insbesondere auf den öffentlichen Verkehrsflächen, um langfristig den Schutz vor Überflutungen gewährleisten zu können.“

Wann das Fahrzeug unterwegs ist, hängt vom Wetter ab. Markgraf schätzt, dass diesen Sonntag oder Montag der Startschuss fällt. Die ganze Aktion dauert nicht länger als einen Tag.

N-Land Kai Mirjam Kappes
Kai Mirjam Kappes