Schließung erfolgt im April

Vorra ohne Sparkassenfiliale

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VORRA – Der für viele Einwohner von Vorra wohl interessanteste Tagesordnungspunkt kam erst am Schluss der öffentlichen Sitzung zur Sprache: Die Kündigung des Mietverhältnisses für die Sparkassengeschäftsstelle im Rathaus. Wenig erfreulich ist auch die für die Kommune zwingend vorgeschriebene und kostendeckende Erhöhung der Benutzungsgebühren für die öffentliche Abwassereinrichtung.

Eine beauftragte „Gesellschaft für kommunale Entwicklung“ aus Greding hatte für die öffentliche Entwässerungseinrichtung die Betriebsergebnisse für die Jahre 2012 mit 2016 ermittelt sowie eine Kalkulation für kostendeckende Abwassergebühren für die Jahre 2017 bis 2020 vorgelegt. Dabei ergaben vor allem die Betriebsergebnisse der vergangenen drei Jahre, dass die Kosten nicht gedeckt sind. Weil aber das Gebührenaufkommen nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen festgelegt werden müsse, wurde seitens des Büros eine entsprechende Gebührenerhöhung vorgeschlagen.

Deshalb beschloss der Gemeinderat einstimmig die Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung (BGS/EWS) vom 26. August 2010 und damit die Erhöhung der Abwassergebühr auf 3,07 Euro pro Kubikmeter (bislang 2,41 Euro/m3) rückwirkend zum 1. Januar 2017.

Geändert wurde auch eine Satzung von 2008 über Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze und andere Leistungen der drei gemeindlichen Feuerwehren. Seit dieser Zeit hätten sich Art und Umfang der Leistungen sowie der Gerätebestand deutlich geändert, so Bürgermeister Volker Herzog. Kostenersatz könne zum Beispiel entstehen bei Hilfeleistungen, die nicht zu den gesetzlichen Pflichtaufgaben der Feuerwehr gehören, oder bei Überlassung von Gerät und Material. Die einzelnen Pauschalsätze wurden als Anlage der Satzung beigefügt.

Die Fliesenarbeiten für den Erweiterungsbau der Kita „Pfiffikus“ wurden zum Angebotspreis von 17 125 Euro vergeben, der Einbau mobiler Trennwände zum Angebotspreis von 17 880 Euro. Beide Gebote würden unter dem Ansatz der Kostenberechnung liegen.

Genehmigt wurde eine Rechnung von 3529 Euro für die Reparatur des Gebläses einer Schlamm-pumpe in der Kläranlage. Die Kosten für den Umbau der Straßen „Am Schloss“ und „Schulanger“ im Zusammenhang mit dem Brückenneubau betragen 86 973 Euro. Das Gremium billigte nun die Schlussrechnung von 4255 Euro.

Einem Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach Artikel 15 Denkmalschutzgesetz für die Erneuerung der Bleiverglasung zweier Südfenster in der Katharinenkirche Alfalter wurde zugestimmt. Der Termin für eine gemeinsame Bürgerversammlung für alle Gemeindeteile wurde auf 26. April um 19.30 Uhr in der Aula der Grundschule festgelegt.

Automat bleibt
Abschließend informierte Bürgermeister Herzog darüber, dass das Mietverhältnis für die im Rathaus untergebrachte Sparkassen-Geschäftsstelle zum 30. September 2017 gekündigt wurde. Die tatsächliche Schließung erfolge jedoch bereits Mitte/Ende April, abhängig vom Abschluss der derzeitigen Renovierungsarbeiten der Sparkassen-Geschäftsstelle in Hohenstadt (PEZ). Geldausgabeautomat und Kontoauszugsdrucker würden aber im Eingangsbereich des Rathauses bleiben.

Im Dezember 2015 hatte der Verwaltungsrat der Sparkasse Nürnberg die Schließung und Umwandlung von insgesamt neun Filialen beschlossen. Auch in Engelthal, Offenhausen und Kirchensittenbach gibt es nun nur noch reine SB-Standorte wie künftig in Vorra (weitere Artikel hier).

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