Gemeinderat

Naturkindergarten Vorra nimmt die nächste Hürde

Noch grasen vereinzelt Rinder auf der mit Löwenzahn übersäten Wiese, auf der ab Herbst der Naturkindergarten eröffnet werden soll. | Foto: S. Fuchs2021/05/redwebNaturkindergarten-01.jpg

VORRA – Um das Projekt „Naturkindergarten“ zeitnah voranzubringen, befasste sich der Vorraer Gemeinderat in seiner zweiten Maisitzung mit der dafür notwendigen Änderung des Flächennutzungsplans. Der Nürnberger Architekt Volker Hergenröder erläuterte die Details dazu und zur möglichen Gestaltung des Areals.

Einstimmig beschloss das in der Turnhalle der Grundschule tagende Gremium die 9. Änderung des Flächennutzungsplans sowie die 3. Änderung des Landschaftsplans für das Sondergebiet „Naturkindergarten“. Die Anhörung beziehungsweise die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange und die öffentliche Auslegung sollen im vereinfachten Verfahren durchgeführt werden. Auf eine Umweltprüfung wird verzichtet.

Relativ kleine Fläche

Im Vergleich zur kommunalen Gesamtfläche sei die Ausweisung des Sondergebiets nur eine sehr kleine Änderung, so der Architekt, aber planungstechnisch notwendig. Weder er noch Bürgermeister Volker Herzog würden Einwände dagegen erwarten. Auf dem etwa 3000 Quadratmeter großen, gepachteten Grundstück würde der Baumbestand erhalten bleiben und die in der Mitte liegende Grünfläche soweit notwendig „möbliert“. Dazu seien, so ein Vorentwurf, zwei jeweils 22 Quadratmeter große, sogenannte „Tinyhäuser“ unter anderem für Aufenthalt, Küche, Ruhebereich und Materiallager vorgeschlagen, zudem ein Toilettenhäuschen und ein kleiner Wall als Schallschutz in Richtung Bahnlinie. Der Zugang beziehungsweise die Zufahrt von der Steinbruchstraße aus sei direkt gegenüber der Trafostation geplant.

Spezielle Normen, so die Nachfrage von Gemeinderat Bernd Müller, für die Ausgestaltung von Naturkindergärten gebe es nicht. Lediglich die Förderrichtlinien würden bestimmte Vorgaben machen, beispielsweise die Mindestgröße der Unterkünfte. Mit dem Landratsamt (Kindertagesbetreuung) sowie dem Initiativkreis sei das Ganze bereits abgestimmt und vor Ort besprochen worden, wie Bürgermeister Herzog hinzufügte.

Warten auf Konkretes

Dennoch ging es in der anschließenden Diskussion nochmals darum, ob man einen „Naturkindergarten“ oder einen „Waldkindergarten“ wolle. Einigen Gremiumsmitgliedern war die in der Entwurfsskizze aufgezeigte Ausstattung zu aufwendig. Es gab unterschiedliche Vorstellungen zu den notwendigen Gebäuden und die Frage tauchte immer wieder auf, ob denn nicht etwa auch eine Bauwagen-Lösung reiche.

Der Rathauschef schloss die ergebnislose Debatte mit dem Hinweis, dass Architekt Hergenröder in der kommenden Sitzung eine konkrete Planung vorstellen werde. An dem Sitzungsabend sei es doch „lediglich“ um die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans und dessen Fortschreibung gegangen.

Infoabend Mitte Juni

Wie zudem vom Initiativkreis zu erfahren war, wird für interessierte Eltern Mitte Juni zu einem Infoabend eingeladen, eine vorherige unverbindliche Voranmeldung wäre wünschenswert. Für Rückfragen dazu steht Katrin Brand (Telefon 0157/7399 6816) zur Verfügung. Zudem kam von Elke Härtel, Mitglied des Initiativkreises, der Hinweis, dass noch Plätze frei seien und der Anmeldebogen über die Seite des evangelischen Hauses für Kinder „Pfiffikus“ heruntergeladen werden könne (http://ev-kita-vorra.e-kita.de/).

Die Gemeindebibliothek (ehemaliges Kindergartengebäude) einschließlich Vereinsraum erhält eine elektronische Schließanlage für rund 2100 Euro.

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