Baumaßnahmen, Hort und Feuerwehr als Themen

Gemeinderat in Vorra tagte

Der im Ausbau befindliche Einmündungsbereich Bergfuhre in die Staatsstraße in Alfalter: Der Gehsteig (am linken Bildrand) wird um zirka 60 Meter in Richtung Gasthof Stiegler erneuert. Foto: S. Fuchs2015/11/Alfalter-Bergfuhre-02.jpg

VORRA – Mit einer Reihe von Auftragsvergaben, unter anderem für ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr Vorra, hat sich der Gemeinderat in seiner Novembersitzung beschäftigt. Zudem informierte Bürgermeister Volker Herzog über die Freiflächengestaltung an der Bergstraße in Alfalter, über den Ausbaustand der Tiergartenstraße und die endgültige Vorentwurfsplanung für den Hortgruppenanbau am „Haus für Kinder“,

Zu Beginn berichtete der federführende Kommandant der Gemeinde, Christian Dorn, über die auf drei Lose aufgeteilten Ausschreibungsergebnisse für ein neues Einsatzfahrzeug (HLF 10) der FF Vorra. Für das Fahrgestell (Los 1) habe nur die Firma MAN ein Angebot über 87 334 Euro einschl. MWSt. abgegeben. Für den Fahrzeugaufbau (Los 2) seien mehrere Angebote vorgelegen, als wirtschaftlichster Bieter mit 177 401 Euro käme die Firma Thoma-Wiss aus Herbolzheim zum Zuge.

Die Beladung (Los 3) des neuen HLF 10 – Kosten rund 71 000 Euro – war bereits in der Oktobersitzung wegen der vorgezogenen Beschaffung von vier neuen Atemschutzgeräten beschlossen worden. Alle übrigen Gerätschaften, so Dorn, entsprächen der Norm, lediglich ein Türöffnungskoffer käme dazu. Auf Nachfrage von Gemeinderat Bernd Müller erwiderte er, dass nur wenige Ausrüstungsgegenstände aus dem alten Fahrzeug wieder Verwendung fänden, etwa Trennschleifer und Motorsäge. Alles Übrige sei stark abgenutzt und alt („sogar noch aus dem vorletzten Fahrzeug“). Was mit dem derzeitigen Einsatzfahrzeug geschehen soll, sei noch völlig offen. Immerhin müsse es noch etliche Monate einsatzbereit sein.

Bürgermeister Volker Herzog und mit ihm das gesamte Gremium lobten den Kommandanten und seine Führungsmannschaft für die gründliche Vorarbeit und hilfreiche Unterstützung bei den Ausschreibungen. Alle hätten stets mögliche Kosteneinsparungen berücksichtigt.

Zum Angebotspreis von 155 800 Euro wurde der Auftrag für die grabenlose Kanalsanierung (BA I) in Artelshofen an die Firma Kanaltechnik Meyer aus Schwabach vergeben. Auf einer Gesamtlänge von über 1500 Metern werden die Ortskanäle gereinigt, Hindernisse beseitigt, Löcher verschlossen, Schächte saniert und die Rohre mit Schlauchlinern ausgekleidet. Ebenfalls vergeben wurde im Zusammenhang mit der Kanalnetzsanierung die Erneuerung der über 30 Jahre alten Pumpen im Stauraumkanal Artelshofen und Regenüberlaufbecken Düsselbach zum Angebotspreis von zusammen 23 000 Euro. Schließlich wurden die Planungsleistungen für das Baugebiet Sandbühl, Bebauungs- und Grünordnungsplan mit Umweltbericht – Kosten zusammen 47 000 Euro – vergeben.

Das Gremium stimmte einer Nachtragsvereinbarung zum derzeit laufenden Bauvorhaben „Freiflächengestaltung vor dem Dorfgemeinschaftshaus sowie Ausbau der Straße zwischen den Flurstücken 26 und 28 in Alfalter“ zu.  Ab Einmündung der Bergfuhre in die Staatsstraße wird der Gehweg einschließlich notwendiger Verrohrungen (u. a. Breitband) zirka 60 Meter in Richtung Gasthof Stiegler verlängert; das Nachtragsangebot beläuft sich auf knapp 30 000 Euro.

Zum derzeit laufenden Ausbau der Tiergartenstraße schilderte der Bürgermeister – wie bereits in der letzten Sitzung – die Probleme mit alten Leitungen, Schächten und Hausanschlüssen, die nahezu alle hatten erneuert werden müssen. Statt einer für zwei Wochen einkalkulierten Oberflächensanierung habe deshalb die Firma bereits fünf Wochen in diesem Straßenstück gearbeitet. Man werde folglich heuer nur den oberen Teil bis zum Steilstück fertigstellen können. Für die zusätzlichen Arbeiten (und anfallenden Kosten) habe es keine Alternative gegeben, allenfalls müsste man bei absehbaren Reparaturen die frische Teerdecke erneut aufreißen.

Das Gremium nahm Kenntnis vom Endstand der Vorentwurfsplanung für den Hortgruppenanbau am „Haus der Kinder“. Die Dachneigung beträgt nunmehr zehn Grad, damit die optimale Installation einer Photovoltaik-Anlage möglich wird. Ein abschließender Dank ging an alle örtlichen Abgeordneten und tangierten Behörden-Mitarbeiter, die sich für die staatliche Bedarfszuweisung von 350 000 Euro für Vorra eingesetzt hatten.

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