Sitzung des Gemeinderates Vorra

Bestens vorbereitet

Die sanierte Friedhofsmauer um den Friedhof und die Kirche in Alfalter. Foto: S. Fuchs2014/10/5_2_1_2_20141014_VORRA.jpg

VORRA — Ausführlich hat sich der Vorraer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung über das Breitband-Förderprogramm des Freistaates Bayern informiert. In den weiteren Tagesordnungspunkten wurden Angelegenheiten aus dem Ortsteil Alfalter behandelt: Erschließungsplanung für die Erweiterung des Baugebiets „Im Tal“, Ergänzungssatzung für die Neufestlegung von Grenzen für zwei Baugrundstücke und Zuschuss für die Sanierung der Friedhofsmauer der Kirchengemeinde Alfalter.

Wie schon mehrfach in den Medien berichtet, hat der Freistaat ein bundesweit einzigartiges Förderprogramm für das schnelle Internet aufgelegt. Die Förderbeträge wurden verdoppelt und das Verfahren vereinfacht. Alle Anschlussinhaber im Fördergebiet sollen demnach mit einer Übertragungsrate von 50 Mbit/s (mindestens aber mit 30 Mbit/s) versorgt werden. Dipl.-Ing. Helmut Volpp informierte ausführlich über Verfahren und Konditionen des vor allem für ländliche Kommunen wichtigen Förderprogramms.

Beratung, Information und Analyse seien die drei wesentlichsten Aufgaben seiner Behörde. Der Regionalvertreter des bayerischen Breitbandzentrums Amberg erläuterte ausführlich die einzelnen Verfahrensschritte von der Bestandsaufnahme im Gemeindegebiet bis zum Abschluss eines Kooperationsvertrages. Ziel sei es, bis 2018 ein flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsnetz zu schaffen. Kommune, Netzbetreiber, Unternehmen und Bürger müssten bei der Markterkundung und Ausschreibung zusammengebracht werden.

Innerhalb der vier Gemeindeteile Artelshofen, Vorra, Düsselbach und Alfalter sind bereits zahlreiche Leerrohre für Glasfaserkabel vorhanden, Grabungen müssten vor allem zwischen den Orten entlang der Staatstraße durchgeführt werden. Anhand von Plänen zeigte Volpp die voraussichtlichen Standorte der sechs benötigten Multifunktionskästen auf. Bei der relativ einfachen Erschließung und Anbindung werden die Gesamtkosten für den Netzausbau in der Gemeinde voraussichtlich rund 300 000 Euro betragen, die Zuschusshöhe liegt bei 80 Prozent. Eine Entscheidung über den Einstieg in das Förderprogramm wird der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung treffen.

Die Planungsleistungen für die Erschließungsplanung des Baugebiets „Im Tal“ in Alfalter, Teilbereich nördlich der Bergfuhre, wurden an das Ing.-Büro Haase, Nürnberg, vergeben. Durch diese Maßnahme werden voraussichtlich sechs neue Bauplätze erschlossen.

Wie bereits im August beschlossen, sollen durch eine Klarstellungs- und Ergänzungssatzung die Grenzen für bebaubare Grundstücke in Alfalter neu festgelegt werden. Konkret werden dadurch zwei Grundstücke am Ortseingang (aus Richtung Hohenstadt kommend rechts) aus den Außen- in den angrenzenden Innenbereich einbezogen. Wie sich nunmehr bei der Behandlung der eingegangenen Stellungnahmen aus der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange zeigte, gab es nahezu keine Einwände gegen das Vorhaben.

Unter anderem müssen in den Plänen die Grenzen des Überschwemmungsgebiets der Pegnitz angepasst (WWA), die Entleerungsleitung der Rannaleitung mit Schutzstreifen im Lageplan übernommen (N-Ergie) und der Betrieb der TK-Linien (Telekom) gewährleistet bleiben.

Die Bedenken hinsichtlich der benachbarten Tierhaltung wurden nicht geteilt. Die Teilflächen seien dörfliches Mischgebiet, so die Gemeinde, es entstünde folglich keine neugeartete Situation. Lediglich die Stellungnahme des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, Abteilung Bodendenkmäler, wurde bis zur Klärung des Sachverhaltes zurückgestellt. Begründung des Amtes: Die geplanten Bauflächen würden im Bereich eines Bodendenkmals liegen, einschlägige Funde einer Siedlung aus der Urnenfelderzeit seien vor Jahren durch den Heimatpfleger nachgewiesen worden. Keine Einwände kamen aus der Bevölkerung.

Die Kirchengemeinde Alfalter erhält für die denkmalpflegerischen Maßnahmen zur Sanierung der Friedhofsmauer in Alfalter einen Zuschuss von 1000 Euro. Insgesamt kosten die Sanierungsmaßnahmen 58 000 Euro, die Landeskirche hat einen Zuschuss von 16 000 Euro zugesagt.

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