Gemeinderat Vorra

Bekommt die Grundschule Vorra Klimageräte?

Die sonnige Südseite der Grundschule Vorra – Klimaanlagen sollen ein zu starkes Aufheizen der Räume im Sommer verhindern. | Foto: S. Fuchs2020/12/redwebGrundschule-Vorra-02.jpg

VORRA – In seiner letzten Sitzung des Jahres 2020 hat der Vorraer Sonderausschuss für Krisenzeiten zwei Bauanfragen behandelt und mehrere Firmenangebote im Zusammenhang mit den laufenden Modernisierungsmaßnahmen im Grundschulgebäude erörtert.

Wie Bürgermeister Volker Herzog aufzeigte, ist die Überarbeitung der aus Betonwerkstein bestehenden Bodenflächen in der Aula der Grundschule sowie der Treppen zum ersten Stock dringend notwendig. Seit der Übergabe des damaligen Neubaus im Jahre 1971 seien die genannten Flächen nicht mehr überholt worden. Das Angebot einer heimischen Firma umfasse Reinigungsschliff, Ausbesserung von Fugen und Stufen sowie Imprägnierung, Kostenpunkt knapp 4000 Euro. Die Maßnahme falle noch unter das laufende Kommunal-Investitionsprogramm (kurz: KIP-S) und werde entsprechend gefördert.

Nur zwei statt vier

Wie bereits berichtet, hatte der Bauausschuss vor kurzem den Einbau von Klimageräten in der Grundschule angeregt, weil sich die Räume durch die nach Süden ausgerichteten großen Fenster im Sommer sehr aufheizen. Der Sonderausschuss diskutierte nun über zwei Angebote einer auf Kälte-/Wärmetechnik spezialisierten Firma. Letztlich entschied sich das Gremium, anstelle eines „Multi-Split-Außengerätes“ für alle vier Klassenzimmer (Kosten über 30 000 Euro) zunächst nur kleinere Klimaanlagen für die beiden im ersten Stock gelegenen Räume anzuschaffen. Der Preis für zwei leistungsstarke Außengeräte als Inverter (Dachmontage) und für die beiden Innengeräte als Deckenunterbaugeräte beträgt brutto 15 724 Euro.

Die Erneuerung eines an die Hirschbacher Straße angrenzenden Gartenzauns als schmiedeeiserner Stabzaun (Länge etwa sieben Meter) wird aus dem kommunalen Förderprogramm „Ortskern Vorra“ mit zehn Prozent der Kosten, maximal mit 500 Euro bezuschusst. Ein elektrischer Torantrieb zum Beispiel zähle nicht zu den förderfähigen Kosten, erläuterte Bürgermeister Volker Herzog.

Im Gerätehaus der Feuerwehr Vorra wird der zur regelmäßigen Beheizung der Räume und Einsatzfahrzeuge notwendige, aber derzeit defekte Lufterhitzer einschließlich Zuleitungen für rund 5000 Euro erneuert. Die Zeit bis zum Einbau wird mit einem Elektro-Heizlüfter überbrückt.

Für den Neubau eines Einfamilien-Wohnhauses mit Doppelcarport in der Flurstraße wurden mehrere Befreiungen vom Bebauungsplan bewilligt, unter anderem Abweichung von der Dachfarbe, ein Carport mit Flachdach und ein geänderter Kniestock. Zustimmung fand auch ein Antrag auf Teilumnutzung eines bestehenden Wohngebäudes in Alfalter zu einer Praxis für Osteopathie und Naturheilkunde. Das Vorhaben sei zulässig, da es sich um ein Baumischgebiet handele und zudem, wie Herzog betonte, die Zufahrt durch eine Innerortsstraße gesichert sei.

Ehrung für Prechtel

Erfreuliches gab es zum Schluss der Sitzung: Thomas Prechtel, 2. Bürgermeister der Gemeinde seit 1996, wurde für seine besonderen Verdienste um die Kommunale Selbstverwaltung mit der kommunalen Dankurkunde und kommunalen Verdienstmedaille in Bronze geehrt. Eine offizielle Übergabe am Landratsamt war wegen Corona bislang allerdings nicht möglich.

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