Achtklässler aus Velden berichten

Umfrage: So fühlen sich Schüler während der Corona-Pandemie

Die Pandemie hat vor allem Kindern und Jugendlichen hart zugesetzt. Eine achte Klasse aus Velden hat das nun aufgeschrieben. | Foto: S. Fuchs2022/02/SchuelerVeldenCoronaFuchs.png

VELDEN – Wie fühlt es sich an nach zwei Jahren Corona-Pandemie? Mit dieser Frage haben sich Achtklässler der Mittelschule Velden beschäftigt. Ihre Gefühle und Erfahrungen haben sie aufgeschrieben.

„Oft fühlt es sich so an, als würde mir meine Jugend geraubt.“ und „Ich vergammle in meinem Zimmer.“ – Alles Aussagen von Achtklässlern der Mittelschule Velden, die sich nach zwei Jahren Pandemie zusammen mit ihrem Klassenlehrer Günther Brückner intensiv mit Corona und den Folgen beschäftigten und dabei aus ihren Gefühlen keinen Hehl machten.

„Manchmal hatte ich komische Gedanken, die mir Angst machen.“
Aus der Umfrage

Weitere Eindrücke:

  • „Im Homeschooling konnte ich nicht gut lernen. Oft hat mir die Motivation gefehlt, mich mit den Themen zu beschäftigen und keiner war da, der mir helfen konnte. Unterricht live ist viel einfacher.“
  • „Alles, was Spaß macht, blieb mir weitgehend verwehrt.“
  • „Ich konnte meinem Sport nicht nachgehen, hatte viel weniger Bewegung und habe daher zugenommen. Jetzt fällt es mir schwer, mich zu motivieren. Man fällt in so ein Loch.“
  • „Aus Langeweile habe ich das Rauchen angefangen. Manchmal hatte ich ganz komische Gedanken, die mir Angst machen.“
  • „Ich habe das Gefühl, dümmer geworden zu sein. Meine Lehrer geben sich sehr viel Mühe, daher sind die Noten zum Glück nicht schlechter geworden.“
  • „Freundschaften haben sich verändert. Vieles läuft nun noch mehr über Social Media. Erst durften wir uns nicht treffen und jetzt sind wir fauler geworden uns zu treffen.“
  • „Das Tragen der Maske macht, dass ich mich nicht so gut konzentrieren kann. Außerdem habe ich unreine Haut bekommen.“
  • „Regelmäßige Quarantäne macht einen wahnsinnig. Man hat das Gefühl, das Leben zieht an einem vorbei und nimmt einen nicht mit.“
  • „Der Schulalltag ist geprägt von Testen, Frieren bei offenem Fenster, Kopfschmerzen und Social Distancing“.

Der Wunsch aller Schüler aus der Klasse: Bald keine Masken mehr tragen müssen und wieder ein normales Leben wie vor Corona. Als Zusatzinfo merkte Klassenlehrer Günther Brückner noch an, dass die Noten der Schüler nicht schlechter geworden seien, im Gegenteil.

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