Abgesperrt

Radlverbot auf der Fahrradpiste

Nichts geht - oder besser: rollt - mehr auf dem Radweg von Gsteinach nach Feucht. Einige Radler schieben aber ihre Drahtesel unter dem Absperrband durch, weil es ihnen zu gefährlich ist, auf der Straße zu fahren. Foto: Alex Blinten2019/06/Schwarzenbruck-Radweg.jpg

SCHWARZENBRUCK. Verwirrung bei Radlern, die den Fahrradweg entlang der Verbindungsstraße Gsteinach-Feucht nutzen: Weil der Radweg asphaltiert werden soll, hat die zuständige Baufirma die Strecke gesperrt. Das ist nun zwei Wochen her. Anschließend hat sich nicht mehr viel getan auf der 1,7 Kilometer langen Fahrradpiste, die bisher nur eine Mineralschotter-Schicht hat.

Fahrradfahrer ärgern sich, weil sie auf die Straße ausweichen müssen. Andere ignorieren die Absperrung, schieben ihren Drahtesel unter das Plastikband und radeln einfach auf ihrem gewohnten Radweg weiter.
Auf Nachfrage des Boten erläutert der Schwarzenbrucker Bauamtschef Reinhard Bauer den Grund für die Verzögerung beim Radwege-Ausbau. Weil die vergangene Woche wegen des Feiertags eine verkürzte Arbeitswoche war, hatte die Firma darum gebeten, eine Woche später mit den Asphaltierungsarbeiten anfangen zu können.

Das Unternehmen ist auch mit dem Ausbau des Radwegs von Pfeifferhütte nach Burgthann beauftragt. Hier sollen die Arbeiten am kommenden Montag, 2. Juli, beginnen, am Radweg von Gsteinach nach Feucht am Dienstag, 3. Juli. Wenn dann alles nach Plan läuft, will die Firma laut Auskunft von Bauer bis zum Ende der darauf folgenden Woche, also am Freitag, 12. Juli, fertig sein.

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Warum aber dann die Absperrung am bestehenden Radweg von Gsteinach nach Feucht? Hätte man da nicht einfach die Strecke offen lassen können? Hätte man nicht, betont der Schwarzenbrucker Bauamtsleiter. Das Tiefbauunternehmen habe nämlich die Verkehrssicherungspflicht. Und danach muss eine Baustelle abgesperrt werden, nachdem sie eingerichtet wurde. Außerdem sei auf der Strecke auch schon gearbeitet worden.

Mitarbeiter der Firma haben bereits die Einfahrt zur Sandgrube Adler abgefräst. Jetzt müssen Radler also noch zwei Wochen Geduld haben, dann können sie neu asphaltierte Radwege nutzen – von Gsteinach nach Feucht und von Pfeifferhütte durchs Mühlbachtal nach Burgthann.

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