Laufer Radwegenetz wird ein Stückchen länger

Ab 2012 wird das Laufer Radwegenetz um einen weiteren Abschnitt verlängert. Dann wird die Strecke von Günthersbühl in Richtung Behringersdorf bis zur Einmündung des Heroldsberger Mühlweges gebaut. Am Ortsausgang von Günthersbühl entsteht eine Querungshilfe (links). Grafik: Landratsamt2011/08/27290_New_1312380063.jpg

GÜNTHERSBÜHL/ BEHRIN­GERSDORF — Der Radweg zwischen Rudolfshof und Günthersbühl ist derzeit in Bau, nun will der Landkreis Nürnberger Land den nächsten Abschnitt in Angriff nehmen. 2012 soll mit den Arbeiten am kombinierten Geh- und Radweg von Günthersbühl in Richtung Behringersdorf begonnen werden. Die Pläne wurden im Bauausschuss des Kreistags vorgestellt.

Mittelfristig soll sich der Radweg über die komplette Strecke bis nach Behringersdorf erstrecken und so auch die Radler aus Nürnberg anbinden, erläuterte Gerhard Endres vom Tiefbauamt. Zunächst aber wird der Abschnitt bis zur Abzweigung des Heroldsberger Mühlweges gebaut. Dafür muss der Landkreis noch einige Grundstücke erwerben, die Verhandlungen laufen bereits.

Oedenberg wird angebunden

Durch den geplanten Abschnitt wird nicht nur der Ortsteil Oedenberg an das Laufer Radwegenetz angebunden, über den asphaltierten Heroldsberger Mühlweg können die Ausflügler dann auch das Radwegenetz des Landkreises Erlangen-Höchstadt erreichen.

Insgesamt kostet dieser Radweg-Abschnitt rund 444 000 Euro. Den Großteil davon bezahlt der Landkreis, nämlich 430 000 Euro, davon kommen 196 000 Euro aus Zuwendungen.

Die Arbeiten starten in Günthersbühl, wo am Ortsausgang in Richtung Behringersdorf eine Querungsinsel gebaut wird. Im Zuge dessen wird die Stadt Lauf den südlichen Gehweg in Günthersbühl von der Bründeläckerstraße bis zu der Insel verlängern. Für die Bauarbeiten und die Beleuchtung der neuen Querung wird die Stadt mit 13 400 Euro an den Kosten beteiligt, von denen sie 4000 Euro aus Zuwendungen erhält.


Danach wird der Radweg mit einer Breite von 2,25 Metern und einem Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zur Fahrbahn nördlich der Kreisstraße geführt. An der Einmündung nach Oedenberg wird der Radweg aus rechtlichen Gründen ein Stück weiter von der Straße weg versetzt. Denn dort haben Fahrradfahrer normalerweise Vorfahrt und die Autofahrer, die von der Kreisstraße aus links nach Oedenberg abbiegen möchten, haben so genügend Platz, auf der Abzweigung zu stoppen, und müssen nicht direkt auf der Kreisstraße halten. Ein Stück der alten Straße, die dort Ende der 70er Jahre gebaut wurde, kann mit genutzt und in den Radweg inte­griert werden.

Lückenschluss frühestens in zwei Jahren

Schwaigs Bürgermeisterin Ruth Thurner, die den Lückenschluss zum Schwaiger Ortsteil Behringersdorf so bald wie möglich verwirklicht sehen will, wollte einen genauen Zeitrahmen wissen. Hier musste Endres sie vertrösten. Frühestens in zwei Jahren könne man diesen wesentlich längeren und teureren Abschnitt angehen.

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