Ortsentwicklungskonzept soll nun umgesetzt werden

Schwaiger Mitte als Ort der Begegnung

Viel Platz für die neue Schwaiger Mitte, die laut Entwicklungskonzept zu einem Ort der Begegnung ausgebaut werden soll. | Foto: Brinek2020/02/ortsentwicklungskonzept-schwaig.jpg

SCHWAIG – Welche Maßnahmen aus dem 232 Seiten starken Schwaiger Orts­entwicklungskonzept sollen konkret umgesetzt werden? Damit befasste sich jetzt der Gemeinderat.

Im Januar war den Schwaiger Gemeinderäten die endgültige Fassung der Pläne vorgestellt worden. In dem Papier war unter Mithilfe der Bevölkerung eine Vielzahl von Vorschlägen erarbeitet worden, die die Gemeinde voranbringen sollen. Da es eine Menge von höchst unterschiedlichen Empfehlungen gab, konnten sich die Räte nun über zwei Wochen mit dem Konzept beschäftigen und Prioritäten setzen.

Antrag abgelehnt

Gleich zu Beginn gab es einen Paukenschlag, als die SPD eine weitere Einbindung der Bürger forderte. Der Antrag wurde mit 2 zu 16 Stimmen mit der Begründung abgelehnt, dass der Gemeinderat zunächst fünf Vorschläge auswählen und den Bürgern unterbreiten sollte, die dann in der sogenannten „Aufbruchveranstaltung“ gemeinsam diskutiert werden könnten.

Bei der Befragung der Gemeinderäte durch Bürgermeisterin Ruth Thurner befürworteten die meisten den „Ausbau der Schwaiger Mitte als Ort der Begegnung und des Miteinanders“.

Handlungsbedarf bei Wohnraum

Alle Verantwortlichen waren geschlossen der Ansicht, dass hier schnell gehandelt werden müsse. Auch die Schaffung kleiner und kostengünstiger Wohnungen sowie barrierefreien Wohnraums für Senioren fand viel Zustimmung. Ruth Thurner verwies darauf, dass man hier schon tätig sei.

Etliche Räte plädierten für die Einsetzung eines sogenannten „Kümmerers“, der im Bereich der Ehrenämter koordinierend tätig sein soll. In die Prioritätenliste aufgenommen wurden auch das „Initiieren und Umsetzen von Mehrgenerationen-Wohnprojekten“ und die Schaffung von „Fahrradstraßen und Fahrradparkplätzen“. Alle weiteren Anregungen wurden zurückgestellt, denn man wollte es zunächst bei fünf Vorschlägen belassen. Diesem Antrag stimmte der Gemeinderat mit 15 zu 3 Stimmen zu.

Kinder und Senioren

Abschließend mahnte Ruth Thurner, dass auf die Gemeinde große Herausforderungen zukommen, da die Betreuungsplätze für Krippen- und Kindergartenkinder ab kommendem September bei Weitem nicht ausreichten. Brigitte Zepf erinnerte daran, dass es in Schwaig nur wenige Angebote für Senioren gebe, die über ein Drittel der Bevölkerung im Ort stellen. Ihre Hoffnungen auf eine bessere Wohn- oder Begegnungssituation stützte sie auf die geplante „Neue Schwaiger Mitte“.

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek