Karte für Überschwemmungsgebiete

Schutz vor Hochwasserschäden: In Teilen des Landkreis müssen Ölheizungen jetzt nachgerüstet werden

Ölheizungen, die in einem Haus im Hochwassergebiet stehen, müssen auf den neuesten Stand gebracht werden. | Foto: Gina Sanders/stock.adobe.com2022/05/AdobeStock_96496036-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Wer ein Haus hat, das im Bereich eines Überschwemmungsgebietes liegt, muss seine Ölheizung bis zum 5. Januar 2023 zum Schutz gegen Hochwasserschäden nachrüsten. Darauf weist das Landratsamt Nürnberger Land hin. Auf einer Karte kann man nachsehen, ob man betroffen ist.

Durch undichte Heizölbehälter können im Hochwasserfall enorme Schäden entstehen, so das Landratsamt. Diese werden durch ausgelaufenes Öl verursacht und betreffen nicht nur die Eigentümer der jeweiligen Öltanks, sondern auch die Nachbarschaft sowie Natur und Öffentlichkeit. Neue Heizölverbraucheranlagen, also neue Ölheizungen und Tanks, in einem vorläufig gesicherten, oder bereits festgesetzten Überschwemmungsgebiet zu installieren, sei deshalb grundsätzlich verboten.

Wer eine Ölheizung betreibt, insbesondere auch private Wohungs- und Hauseigentümer stünden daher in besonderer Verantwortung. Deshalb müssen Ölheizungen, die in einem festgesetzten oder vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten stehen, bis spätestens 5. Januar 2023 nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik hochwassersicher nachgerüstet werden. „Wird eine Bestandsanlage wesentlich geändert, ist die Hochwassersicherheit im Zuge dieser Maßnahmen sicherzustellen“, so das Landratsamt weiter.

Viele Menschen betreiben ihre Heizungen noch mit Öl. Bei Hochwasser darf dieses aber keinesfalls ins Grundwasser gelangen. /Foto: LRA | Foto: LRA2022/05/Heizung.jpeg

Bin ich betroffen?

Informationen darüber, wo sich Überschwemmungsgebiete befinden, sind im Bayernatlas auf  www.geoportal.bayern.de . Hierzu muss man in der Auswahl links unter dem Reiter „Naturgefahren“ Haken setzen bei „Festgesetzte Überschwemmungsgebiete“ und „Hochwassergefahrenflächen HQ100″.

Laut dieser Karte sind zum Beispiel Bereiche rund um die Schwarzach, die Pegnitz und auch kleinere Flüsse als Überschwemmungsgebiete ausgewiesen. In manchen von ihnen – wie zum Beispiel im Hersbrucker Ortsteil Altensittenbach rund um den Sittenbach, oder auch in Teilen von Schnaittach stehen zahlreiche Häuser und andere Gebäude.

Für konkrete Fragen steht das Landratsamt Nürnberger Land, Sachbereich Wasserrecht und Bodenschutz unter wasser[email protected] zur Verfügung.

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