Schnaittach hat einen neuen Trauraum

Erste Hochzeit auf der Rothenberg-Festung

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SCHNAITTACH (us/mz) — Nach über 150 Jahren erfolgte auf der Festung Rothenberg bei Schnaittach erstmals wieder eine Amtshandlung. Im intakten historischen Wachsaal, der sich im Torhaus der Ruine befindet, vollzog Bürgermeister Frank Pitterlein eine Trauung. Das Jawort gaben sich bei Kerzenlicht Anja Grasser aus Penzenhofen bei Altdorf und Benjamin Unterburger aus Schnaittach. Die beiden hatten sich über ihre ehrenamtliche Tätigkeit beim Roten Kreuz kennengelernt. Zum Abschluss der feierlichen Zeremonie genossen die frisch Vermählten mit den Gästen den Ausblick von der Bastion Schnaittach ins weite Umland. Die Festung ist das Wahrzeichen Schnaittachs. Seit 1806 ist das einstige Bollwerk strategisch wertlos, 1841 verließ der letzte Wachsoldat seinen Posten. Aktuell ist die Festung im Gespräch, weil der für den Betrieb zuständige Heimatverein die nächtliche Beleuchtung abgedreht hat. Der Grund dafür sind die immer strengeren Sicherheitsvorschriften und der dadurch immer kleinere Spielraum für Veranstaltungen, mit denen sich der Verein finanziert, der aber auch Zuschüsse von der Gemeinde erhält. Am Donnerstag befasst sich Schnaittachs Kulturausschuss mit dem Thema.

Foto: Schuster

N-Land Pegnitz-Zeitung
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